Die Frage, ob KI die Retterin der Natur ist, klingt auf den ersten Blick verrückt. Aber die Biologin Frauke Fischer zeigt zusammen mit der Wirtschaftswissenschaftlerin Hilke Oberhansberg, wie sich durch das geschickte Zusammenspiel von natürlicher und künstlicher Intelligenz Lebewesen schützen lassen.
Die Muster der Natur
Egal ob Fotos von Hobbytauchern oder ausgeklügelte Systeme mit Sendern, Mikrofonen und Wärmebildkameras: Der technologische Fortschritt hilft, Tiere und Pflanzen besser zu beobachten und zu verstehen. KI wird eingesetzt, um Daten auszuwerten und Entwicklungen vorauszusagen. So lassen sich zum Beispiel Wanderrouten von Walhaien verfolgen. Die Informationen wiederum können an Reedereien weitergegeben werden, um Zusammenstöße mit den Tieren zu verhindern. Das schützt die bedrohte Tierart und die Schiffe vor Zerstörung.
KI ist beides: Lösung und Problem
Künstliche Intelligenz – sinnvoll eingesetzt – kann zwar helfen, die Natur zu schützen. Gleichzeitig können die Daten aber auch missbraucht werden, wenn sie in falsche Hände geraten – bei Wilderern statt bei Naturschützern. Anderes Problem: Der enorme Verbrauch an Energie und Rohstoffen.
Wir verwenden KI oft so, als würden wir zum Brötchenholen mit der Concorde fliegen.
Für Frauke Fischer ist KI ein Werkzeug, das – klug und sinnvoll eingesetzt – Wälder retten, das Artensterben aufhalten und uns vor den Folgen des Klimawandels warnen kann.