Schock für die Berlin Volleys

Nach Sieg im Topspiel: VfB Friedrichshafen feiert Youngster Simon Kohn

Der VfB Friedrichshafen überraschte zum Bundesliga-Auftakt mit einem Sieg bei Meister Berlin. Außenangreifer Simon Kohn wurde beim Sensationsstart zum Mann des Abends.

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Der VfB Friedrichshafen hat zum Auftakt der Volleyball-Bundesliga für eine große Überraschung gesorgt. Die Mannschaft vom Bodensee gewann beim Serienmeister, den Berlin Recycling Volleys deutlich mit 3:0 (25:18, 25:21, 34:32) und fügte den Hauptstädtern die erste Heimniederlage zum Ligastart seit sieben Jahren zu.

Im Mittelpunkt stand Außenangreifer Simon Kohn. Der 21-Jährige glänzte mit elf Punkten, wurde als wertvollster Spieler (MVP) ausgezeichnet - und feierte den Erfolg anschließend mit einer Bauchlandung durchs Spalier seiner Mitspieler.

Simon Kohn: "Hoffentlich wird es eine geile Saison"

"Man geht natürlich in jedes Spiel, um es zu gewinnen, aber Berlin hat in den vergangenen Jahren gezeigt, dass das hier nicht so einfach ist", sagte Kohn. "Es ist super, dass es jetzt direkt geklappt hat, hoffentlich wird es eine geile Saison."

Kohn war mit der zweitbesten Angriffsquote der Partie einer der Garanten für den Sieg. Vor allem im langen dritten Satz brachte er sein Team mit sicheren Aufschlägen immer wieder heran. Trainer Adam Swaczyna lobte den Auftritt seiner Mannschaft: "Ich sage den Spielern immer, dass sie daran glauben sollen und dass sie solche Spiele gewinnen können, wenn sie hart arbeiten. Das ist heute auf dem Feld gelungen, vor allem aber in den vergangenen Tagen im Training."

Auch die Berliner mussten anerkennen, dass die Konkurrenz stärker geworden ist. "Jetzt weiß man: Die Liga wird interessant", sagte BR-Volleys-Geschäftsführer Kaweh Niroomand.

Vor dem Liga-Auftakt hatte das Team von Trainer Joel Banks in Hildesheim noch den Ligacup durch ein 3:1 gegen die SVG Lüneburg gewonnen. Für Ärger sorgte jedoch die kurzfristige Verlegung des Auftaktspiels. "Ein Auftaktspiel am Sonntag gegen Friedrichshafen - was Besseres hätte uns nicht passieren können", sagte Niroomand. "Jetzt wird es auf Dienstag verlegt, da verlieren wir Zuschauer und Geld und leiden unter der Arroganz des Weltverbandes."

Hintergrund war eine von der FIVB verordnete Ruhepause für Nationalspieler. "Um zwei Tage diskutieren wir mit dem Weltverband", so Niroomand weiter. "Diese Geschichte mit der Terminierung dieses Spiels ist das beste Beispiel dafür, warum Volleyball nicht so wächst, wie wir es uns wünschen."

In den übrigen Begegnungen des Saisonstarts verpassten die Aufsteiger Überraschungen: Warnemünde verlor 1:3 gegen Haching München, Ludwigsburg unterlag Lüneburg mit 2:3.

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Leon Doumen

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