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"Jetzt ist gut" - Skeleton-Pilotin Jacqueline Pfeifer beendet Karriere

Sie ist Europameisterin, dreimalige Weltmeisterin und hat bei Olympischen Spielen drei Medaillen gewonnen - und nun hat sie ihre Karriere beendet. Skeleton-Fahrerin Jacqueline Pfeifer hört nach mehr als zehn Jahren in der Weltspitze auf.

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Stand

Jacqueline Pfeifer beendet ihre erfolgreiche Skeleton-Karriere. Das gab die 31-Jährige in ihrem Heimatort Siegen bekannt und blickte zugleich auf ihre lange Laufbahn zurück. Besonders hob sie ihre beiden Bronzemedaillen bei den Olympischen Winterspielen 2026 hervor.

"Der Zeitpunkt ist genau richtig. Ich hätte, denke ich, nicht mehr die Motivation aufbringen können, besonders für die nächsten vier Jahre bis zu den Spielen 2030. Jetzt ist gut", sagte Pfeifer, die ihre gesamte Karriere für die RSG Hochsauerland startete und seit 2014 in der Sportfördergruppe der Bundespolizei angestellt war. 

Erste Erfolge schon als 17-Jährige

Die aus Brachbach (Landkreis Altenkirchen) stammende Skeleton-Pilotin Jacqueline "Jacka" Pfeifer, Geburtsname Lölling, feierte gleich zu Beginn ihrer Karriere mehrere Erfolge. Im Jahr 2012 gewann Pfeifer als 17-Jährige Gold bei den Olympischen Jugend-Winterspielen in Innsbruck. Im selben Jahr gewann sie erstmals die deutschen Meisterschaften bei den Erwachsenen.

Ihre erste internationale Meisterschaft im Seniorenbereich war die WM 2015 in Winterberg. Als Jugendweltmeisterin erhielt die Rheinland-Pfälzerin eine Wildcard und holte völlig überraschend Silber im Einzelwettbewerb. Pfeifer war angekommen in der Weltspitze.

Weltmeistertitel, Gesamtweltcupsiege und Olympiamedaillen - Pfeifer dominiert die Szene

In der Saison 2016/2017 gewann die Athletin dann alles, was es zu gewinnen gab. Die Westerwälderin holte vier Weltcupsiege, wurde Europameisterin und gewann zudem den Gesamtweltcup. Auch beim Saisonhöhepunkt, den Weltmeisterschaften am Königssee, war Pfeifer die dominierende Athletin. Sie gewann sowohl im Einzel als auch im Team die Goldmedaille.

Bei ihren ersten olympischen Spielen in Pyeongchang 2018 war Pfeifer erfolgreich, gewann Silber im Einzel. In der gleichen Saison gewann sie vier weitere Weltcuprennen und zum zweiten mal den Gesamtweltcup. Ihre Erfolgsserie hielt bis zur Saison 2019/2020, in der sie zum dritten Mal Weltmeisterin und erneut Gesamtweltcupsiegerin wurde.

Zweifel und die ersten Gedanken ans Aufhören

In den Folgejahren lief es für die Skeletonpilotin nicht mehr so gut. Bei den Olympischen Spielen in Peking 2022 belegte Pfeifer lediglich den achten Platz. Danach war die Enttäuschung so groß, dass sie über ein Karriereende nachdachte. In dieser Phase spielte Tobias Alt, Trainingswissenschaftler am Olympiastützpunkt, eine entscheidende Rolle. Er unterstützte Pfeifer dabei, ihre Leistungen zu analysieren und gezielt an ihren Schwächen zu arbeiten. Schließlich fiel die Entscheidung, noch einmal anzugreifen.

Rückkehr an die Weltspitze

Der Schwerpunkt lag dabei vor allem auf der Startgeschwindigkeit, einem der entscheidenden Faktoren im Skeleton. Trainiert wurde unter anderem ein kräftiges und zugleich bewegliches Sprunggelenk, eine optimale Hüftstellung, die Armhaltung, der richtige Rhythmus sowie die allgemeine Beweglichkeit. Das gezielte Training zahlte sich aus.

Im November 2025 gelang Pfeifer nach fünf Jahren wieder ein Weltcupsieg - und das ausgerechnet auf der Olympiabahn in Cortina. Elf Wochen später bestätigte sie diese Leistung dann auch bei ihren dritten Olympischen Spielen. Die Rheinland-Pfälzerin gewann sowohl im Einzel- als auch im Mixedwettbewerb die Bronzemedaille - acht Jahre, nachdem sie in Pyeongchang erstmals olympisches Edelmetall holte.

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Mit dem Karriereende schließt sich ein Kreis

Die Bronzemedaille im Mixed gewann Pfeifer mit Teamkollege Christopher Grotheer, der unmittelbar nach dem Erfolg noch in Cortina seinen Rücktritt erklärt hat. Für die Westerwälderin ein emotionaler Moment. Grotheer sagte im Interview, dass sich für ihn ein Kreis geschlossen habe. 2007 haben er und Pfeifer zusammen mit dem Skeletonsport angefangen, in Cortina bestritt er sein letztes Rennen gemeinsam mit der Rheinland-Pfälzerin.

Zukunft bei der Bundespolizei

"Ich werde nach meiner Leistungssportkarriere bei der Bundespolizei arbeiten, der Standort ist aber noch nicht sicher. Ich werde zunächst noch Zeit haben, abzutrainieren und nach dem Ausstieg aus der Sportfördergruppe hat man die Möglichkeit, ein paar Praktika zu absolvieren, um sich einen Überblick zu verschaffen und sich umschauen zu können", sagte Pfeifer über ihre Zukunft.

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Erstmals publiziert am
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Redakteur/in
David Luding