Mit einem so frühen Saisonende hatten die Ulmer Anhänger nicht gerechnet. Alle drei Duelle gehen gegen die Bamberg Baskets verloren. Auch beim einzigen Ulmer Heimspiel am Samstag können die ratiopharm-Korbjäger die energisch und fulminant aufspielenden Franken nicht stoppen.
Bei den Ulmern dauert es im ersten Viertel nach einem 2:8-Start eine Weile, bis sie in Schwung kommen. Nach sechseinhalb Minuten gehen die Gastgeber mit einem Freiwurf von Mark Smith erstmals in Führung zum 16:15. Kurz darauf erzielt Justin Simon das 20:15. Doch Bamberg kontert mit Schnellangriffen. Ein ausgeglichenes ersten Viertel mit hohen Trefferquoten endet 28:27.
Ulm kann nur in der ersten Halbzeit mithalten
"'Alles geben" haben die Ulmer Fans auf ein gigantisches Transparent geschrieben mit dem Konterfei von Trainer Ty Harrelson. Das tun die ratiopharm-Korbjäger im zweiten Abschnitt, aber die Bamberger auch. Es bleibt eine knappe, intensive Partei, bei der jeder um jeden Ball kämpft. Da sich kein Team absetzen kann, geht es mit einem 47:47 in die Halbzeitpause.
Bamberg spielt groß auf mit starker Dreierquote
Die Gäste aus Franken kommen fokussierter aus der Kabine und nehmen das Heft in die Hand, während den Ulmern nun mehr Fehler unterlaufen. Mit einem Korbleger bringt Cobe Williams die Bamberger erstmals zweistellig in Führung (51:62). Das Spiel droht den Ulmern, die mit dem Rücken zur Wand stehen, zu entgleiten. Coach Harrelson nimmt eine Auszeit. Ulm kämpft, holt mehr Rebounds. Aber die Bamberger treffen auch schwierige Dreier und ziehen auf 66:79 davon.
Ibi Watson von Ulmer Defensive nicht zu stoppen
Im letzten Viertel kommen die Ulmer zwar nochmal auf sieben Punkte ran. Doch es reicht nicht gegen dominant und voller Energie spielende Gäste. Vor allem Ibi Watson, der 28 Punkte erzielt, können die Ulmer nicht stoppen. Die schwierigen Würfe wollen einfach nicht reingehen. Den Ulmern fehlt Spielwitz und Selbstbewusstsein und manchmal auch das Glück, um diese Partie noch einmal zu drehen. Am Ende geht der letzte Auftritt der Saison 87:96 verloren.
Bamberg mit dem ehemaligen Ulmer Meister-Trainer Anton Gavel zieht ins Halbfinale um die Deutsche Meisterschaft ein und trifft dort entweder auf Rasta Vechta oder Alba Berlin.