Mehr als 8.000 Menschen waren in die Mannheimer SAP-Arena gekommen, um zwei Handball-Legenden zu verabschieden. Der bewegendste Moment der Veranstaltung "The Final Roar" entstand jedoch durch Begegnung und Teilhabe.
"Herzensangelegenheit" für Ex-Nationalspieler Groetzki
Als Patrick Groetzki und Mikael Appelgren im zweiten von drei 20-minütigen Spielabschnitten gemeinsam mit Athletinnen und Athleten der Special Olympics auf dem Parkett standen, wurde das Abschiedsspiel zu einem starken Zeichen für gelebte Inklusion. Für Groetzki war dieser Moment weit mehr als ein Programmpunkt, er war eine Herzensangelegenheit.
"Uns war das Thema von Anfang an wichtig. Als feststand, dass 'Apfel' [Anm. d. Red. Mikael Appelgren] und ich das zusammen machen, war uns klar, dass wir einen sozialen Ansatz reinbringen wollen. Ich bin schon länger Botschafter der Special Olympics, dann hat sich das ganz gut angeboten", sagte Patrick Groetzki im Interview mit SWR Sport. Seit 2008 engagiert sich der ehemalige Nationalspieler für die Special Olympics und setzt sich für mehr Teilhabe von Menschen mit geistiger Behinderung ein.
Zusammen Sport machen, zusammen lachen
Der ehemalige Rechtsaußen sieht in solchen Begegnungen einen wichtigen Schritt hin zu mehr Selbstverständlichkeit im Miteinander.
Menschen mit Behinderungen sollen mit Menschen ohne Behinderungen zusammen Sport machen, zusammen lachen und zusammen weinen. Genau das müssen wir normalisieren.
Gänsehautmoment für Special-Olympics-Athleten
Rund 200 Athletinnen und Athleten der Special Olympics verfolgten den Abend außerdem von den Rängen und wurden Teil eines besonderen Handballfestes.
"Für uns Special-Olympics-Athleten wird dieser Tag unvergessen bleiben", sagte Handball-Nationalspieler Kai Sören Polefka, der die Atmosphäre in der Halle genoss: "Es hat Spaß gemacht, mit den Profis zu spielen, ein paar Tricks zu lernen und besser zu werden. Vor so vielen Leuten zu spielen, ist schon ein besonderes Gefühl. Das sorgt für Gänsehaut."
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Starke Botschaft für mehr Teilhabe
Handball nimmt beim Thema Inklusion eine Vorreiterrolle ein, was nicht zuletzt auch bei den Special Olympics 2026 in Saarbrücken mit Botschafter Julian Köster deutlich wurde. Daran knüpfte auch das zweite Drittel von "The Final Roar" an. Patrick Groetzki und Mikael Appelgren nutzten ihren letzten gemeinsamen Auftritt, um eine Botschaft zu senden: Inklusion gelingt dort, wo Menschen selbstverständlich gemeinsam Sport treiben, und unvergessliche Momente erleben.