Eine sehr gute Leistung und die elf Paraden von Kristian Sæverås reichten Frisch Auf Göppingen nicht zum Sieg gegen den THW Kiel. Bei der 31:32-Niederlage zeigte das Team von Trainer Benjamin Matschke zwar die richtige Reaktion auf die 18:31-Klatsche am Mittwoch bei der MT Melsungen. Dennoch hängen die Schwaben mit nun 2:4 Punkten in der unteren Tabellenhälfte fest. Kiel steht mit 6:0 Punkten an der Spitze der Handball-Bundesliga.
Frisch Auf Göppingen mit dem besseren Start
Frisch Auf Göppingen erwischte einen guten Start und ging nach etwa sechs Minuten durch Victor Kløve das erste Mal mit zwei Toren in Führung. Es dauerte bis zur Mitte der ersten Hälfte, bis die favorisierten Kieler nach einem Siebenmeter von Lukas Zerbe ausgleichen konnten. Einer der Gründe: die bis dahin schlechte Strafwurf-Quote der Göppinger. Marcel Schiller scheiterte in zwei von zwei Versuchen an THW-Keeper Andreas Wolf.
Der niederländische Linksaußen Rutger ten Velde machte es später besser, verwandelte seine beiden Siebenmeter und schickte Göppingen mit einer 15:13-Führung in die Pause. Auch weil Frisch-Auf-Keeper Sæverås mit seinen Paraden den Vorsprung sicherte.
Zu diesem Zeitpunkt saß Zerbe bereits auf der Tribüne. Der 30-jährige Neffe von Europameister Volker Zerbe flog nach einem Schubser gegen Schiller mit Rot vom Platz (21.).
Frisch Auf Göppingen verliert plötzlich den Faden
In der zweiten Halbzeit brauchte Frisch Auf Göppingen einigen Anlauf und spielte mehr als fünf Minuten ohne eigenen Treffer. Die Folge war Domen Makucs Ausgleich zum 16:16. Doch auf Sæverås war Verlass. Der 30-Jährige Norweger glänzte mit seinen Paraden neun und zehn und ermöglichte es Oskar Neudeck und Franko Lastro Göppingen wieder knapp in Führung zu bringen.
In der Schlussphase musste Göppingen auf Abwehr-Chef Kløve verzichten. Der 24-Jährige sah nach seiner dritten Zwei-Minuten-Zeitstrafe ebenfalls die Rote Karte (44.). In Unterzahl musste Göppingen zunächst den Ausgleich hinnehmen. Ben Szilágyi, Sohn von THW-Kiel-Geschäftsführer Viktor Szilágyi, traf zum 22:22 (46.).
Frisch Auf Göppingen macht es noch einmal knapp
Es schien, als sei der Wiederstand der Göppinger gebrochen. In Angriff wurde Frisch Auf plötzlich hektisch, leistete sich mehrere technische Fehler und lief nach dem verwandelten Siebenmeter von Emil Wernsdorf Madsen plötzlich einen Vier-Tore-Rückstand hinterher. Zwar traf Oskar Neudeck wenige Sekunden vor Schluss nochmal zum 31:32. Die Niederlage konnte er damit doch nicht mehr abwenden.