Ratiopharm Ulm tut sich in dieser Saison gegen Mannschaften am Tabellenende unheimlich schwer. Das war am Sonntagabend auch in Heidelberg so. Am Ende hatte der Tabellenvorletzte gegen den Vizemeister aus Ulm mit 93:90 die Nase vorne.
Ulm startet spektakulär
Das Spiel beginnt mit einem Ulmer Dreier-Feuerwerk. Die Jungs von Trainer Ty Harrelson werfen fünf der ersten sechs Distanz-Versuche in den Korb. Heidelbergs Headcoach Carlo Finetti muss diesen Lauf nach fünf Minuten beim Spielstand von 4:15 mit der ersten Auszeit beenden. Danach kommt Heidelberg besser in die Partie. Nach zehn Minuten liegen die Kurpfälzer nur noch vier Punkte zurück (20:24).
Heidelberg und Ulm jetzt auf Augenhöhe
Ins zweite Viertel geht es nicht so spektakulär. Beide Teams verteidigen jetzt besser. Highlights gibt es wenige. Immerhin spielt Heidelberg mit dem deutschen Vizemeister jetzt auf Augenhöhe mit. Den "Big Point" machen in diesem Viertel die Ulmer. Chris Ledlum stopft ein No-Look-Zuspiel von Mark Smith in den Korb. Ein Treffer zum Zunge schnalzen. Marcel Kessen hält Heidelberg mit seinen Rebounds im Spiel. Die Halbzeitführung gehört aber den Gästen (43:47). Der Heidelberger Samuell Williamson und der Ulmer Ledlum sind bis hierher die Topscorer ihrer Teams.
Heidelberg kann Ulm weiter ärgern
Im dritten Viertel geht es zunächst hin und her. Und weil Ulm zu häufig den Ball verliert, kommt Heidelberg näher. Nach sechs gespielten Minuten gleichen die Hausherren aus und gehen kurz darauf erstmals in Führung (62:59). Sie sind in dieser Phase des Spiels die bessere Mannschaft. Sie finden auf jede Ulmer Aktion eine gute Antwort. Mit 69:69 geht es ins letzte Viertel
Heidelberg kämpft - und gewinnt
Die ersten Punkte im Schlussviertel gehen an Heidelberg. DJ Horne macht per Korbleger und Bonus-Freiwurf drei Zähler. Jetzt ist auch die Halle wach. Angetrieben von dieser Energie machen die Heidelberger das BW-Duell zu einem echten Fight. Den Ulmern fehlen gute Ideen. Drei Minuten vor dem Ende ist Heidelberg mit sieben Punkten vorne (83:76). Zwar kommen die Ulmer noch einmal auf einen Punkt heran. Am Ende holt sich der Tabellenvorletzte jedoch mit ganz viel Glück den im Abstiegskampf so wichtigen 93:90-Heimsieg.
In der Bundesliga spielt Heidelberg am kommenden Donnerstag in Bonn. Ulm hat bereits am Mittwochabend Weißenfels zu Gast.