Nach zehn Jahren zweite Liga sorgten die Trierer Basketballer in der vergangenen Spielzeit als Aufsteiger für Furore. Die Mannschaft von Chefcoach Jacques Schneider belohnte sich mit dem Einzug in die Play-offs und einem Platz im FIBA Europe Cup in der neuen Saison - eine echte Sensation.
In der zweiten Bundesligasaison schon mit europäischer Mehrfachbelastung umzugehen erfordere jedoch einen qualitativ starken Kader, weiß Schneider. Mit den Neuverpflichtungen aus der Sommerpause sei man "sehr zufrieden", so der Trierer Chefcoach.
Rückkehrer und Neuzugänge an der Mosel
Insgesamt acht Spieler haben die Gladiators in der Sommerpause verpflichtet. Darunter der beste Defensivspieler der vergangenen Bundesligasaison: der Center EJ Onu. Hinter Onu in der Rangliste des "Defensive Player of the Year" stand Ex-Ulmer Justin Simon. Auch er spielt kommende Saison in Trier. Mit diesen beiden Verpflichtungen adressieren die Moselaner eine ihrer größte Schwächen der letzten Saison: die Defensive.
Etat um 1,5 Millionen Euro aufgestockt
Unter den Neuen sind auch zwei Rückkehrer. Neben Moritz Krimmer kehrt auch Pointguard Eli Brooks zurück. Der US-Amerikaner sorgt schon jetzt mit seinem Comeback für mächtig Euphorie bei den Fans. In seiner ersten Spielzeit galt er bereits als Publikumsliebling.
Sensationeller Transfer Eli Brooks kehrt zurück zu den Gladiators Trier
Spielmacher Eli Brooks kehrt zurück zu den Gladiators Trier in die Basketball-Bundesliga. Der 27-jährige zählte vor seinem Wechsel nach Spanien zu den Leistungsträgern im Team.
Um diese Aufwertung des Kaders über den Sommer zu stemmen, sei der Etat der Gladiators um 1,5 Millionen Euro aufgestockt worden, erklärt Thorsten Herz, der Geschäftsführer des Hauptsponsors Vet-Concept. Damit gehen die Gladiators den nächsten Schritt, um sich langfristig in der Bundesliga zu etablieren. Im Ligavergleich dürfte der Etat der Moselaner trotzdem eher im unteren Mittelfeld liegen.
Eli Brooks als Kapitän zurück an alter Wirkungsstätte
In den zehn Spielen, die Brooks letzte Saison für die Gladiators auflief, zählte er zu den besten Spielern der BBL. Mit seinem Scoring-Output sorgte er für einen sensationellen Start. Nach acht Siegen aus zehn Spielen verließ Brooks die Gladiators, damals auf dem zweiten Tabellenplatz.
Nach seiner sechsmonatigen Spielzeit beim spanischen Erstligisten Manresa kehrt der US-Amerikaner nun zurück an die Mosel. "Es war wirklich hart zu gehen. Umso glücklicher bin ich jetzt, wieder zurück zu sein," sagt Brooks.
Neues Führungs-Duo in Trier
Nicht nur die Fans setzten auf ihren Superstar, auch Coach Schneider traut Eli Brooks eine Menge zu. In seiner ersten Spielzeit nach der Rückkehr wird Brooks direkt zum Kapitän ernannt. Diesen Posten teilt er sich mit dem amtierenden Kapitän und Gladiators-Eigengewächs Maik Zirbes. Brooks ergänze den erfahrenen, physischen Zirbes als "ruhiger Leader" sehr gut, schwärmt Schneider. Der Trainer schätze die Kommunikation zwischen Brooks und dem Trainerteam und lobt seinen Star-Spieler: "Er ist einfach ein fantastischer Pointguard, der die Mannschaft anführt und den Ball sowohl gut laufen lässt, als auch selber scoren kann. Ich bin froh, dass er wieder da ist."
Mit der Rolle des Kapitäns ist der am Michigan College ausgebildete Spielmacher bereits vertraut. In seiner Collegezeit hatte er über zwei Jahre die Führungsrolle inne und fühlt sich geehrt die Verantwortung zu bekommen: "Wenn ich etwas sage, hören mir die Leute zu. Diese Ehre zu haben, bedeutet mir viel. Es wird nichts daran ändern, wer ich als Spieler bin, aber es ist auf jeden Fall mehr Verantwortung, die damit einhergeht", weiß Brooks.
Eli Brooks: "We wanna be a winning team!"
Die Saisonvorbereitung verlief vielversprechend. Kein Testspiel der Trierer ging verloren. Neben Gegnern aus der Champions-League musste sich auch das BBL-Topteam aus Bonn den Gladiators geschlagen geben. Coach Schneider ist optimistisch: "Wir hatten sehr gute Gegner und haben es trotzdem geschafft, alle Spiele zu gewinnen. Wir haben gezeigt, dass wir ready sind und richtig Bock haben auf die Saison."
Für Brooks steht das Ziel fest: "We want to be a winning basketball team." Dem US-Amerikaner gefalle die Richtung, in die der Club sich entwickelt und gibt einen Ausblick auf das, was kommt: "Es wird in dieser Saison wieder sehr viel Spaß machen, wie letztes Jahr schon. Hoffentlich können wir den Erfolg fortsetzen. Wir haben einige neue Gesichter, die verschiedene Aspekte zu unserem Spiel ergänzen. Diese Saison wird echt Spaß machen."
Chefcoach Jacques Schneider: "Ziel sind die Play-offs"
Trainer Schneider möchte in der Liga das zuletzt Gelungene wiederholen. "Unsere Ziele gehen klar Richtung Play-offs. Im Pokal wollen wir so weit kommen, wie nur möglich. Da ist jedes Spiel Do or Die. Und im europäischen Wettbewerb wollen wir über die Vorrunde hinaus."
Vorbereitung auf die Saison hat begonnen Basketball-Bundesliga: Alles Wichtige zum neuen Team der Gladiators Trier
Für die Gladiators Trier hat die Saisonvorbereitung begonnen. In vier Wochen tritt Trier zum ersten Spiel in Braunschweig an. Die Fans können das Team aber schon vorher sehen.
Die Gladiators-Fans versprechen sich viel von der neuen Spielzeit. Im zweiten Bundesligajahr und im ersten Jahr auf europäischer Bühne stellten die Trierer bereiits einen neuen Dauerkartenrekord auf. Mit 3.800 verkauften Dauerkarten setzt sich der Basketball-Hype an der Mosel fort. Im ersten Ligaspiel der neuen Spielzeit treten die Gladiators Trier auswärts gegen die Löwen aus Braunschweig an (19.09.2026, 18:30 Uhr).