Die Mannschaft des 1. FC Kaiserslautern steht nach den Krawallen im Pokalderby beim SV Waldhof Mannheim unter Verdacht, die Gäste-Kabine im Carl-Benz-Stadion beschädigt zu haben. Dies geht aus Fotos und einem Faktencheck hervor, die die "Rheinpfalz" veröffentlicht hat. Der Fußball-Drittligist aus Mannheim bestätigte die Echtheit der Bilder, der FCK hat sich auf Nachfrage des SWR nicht dazu geäußert.
Beschädigte Decke in der Kabine
Die Fotos zeigen nicht nur jede Menge Müll und Schmutz auf dem Boden der Kabine, sondern auch kaputte Platten an der Decke. Das Erstrundenspiel im DFB-Pokal zwischen dem baden-württembergischen Drittligisten aus Mannheim und dem pfälzischen Zweitligisten hatte am vergangenen Freitag (21.08.2026) kurz vor dem Abbruch gestanden. Der 1:0-Auswärtssieg der Roten Teufel nach Verlängerung war im ausverkauften Carl-Benz-Stadion von Krawallen, Pyrotechnik und einem Platzsturm überschattet worden.
Rudelbildungen bei Spielern
Rund 1.400 Polizeibeamte waren im Einsatz, 35 davon wurden verletzt. Zudem mussten 85 Zuschauer medizinisch betreut werden, teilte die Polizei im Nachgang mit. Acht von ihnen seien zur weiteren Behandlung ins Krankenhaus gekommen. Dazu leitete Polizei Ermittlungen "wegen Beleidigungen, verschiedener Körperverletzungsdelikte, Sachbeschädigungen, Landfriedensbruchs, tätlichen Angriffs auf Polizeibeamte sowie Verstößen gegen das Sprengstoffgesetz" ein.
Bereits während der hitzigen Partie waren Spieler beider Teams und die beiden Trainer aneinander geraten. Unmittelbar nach Spielende hatte der DFB auf die Ausschreitungen reagiert. "Der Deutsche Fußball-Bund wird die Berichte auswerten und den zuständigen Gremien zuleiten", hieß es in einer Stellungnahme auf Instagram.