Ein Sieg, drei Niederlagen. So lautet die aktuelle Bilanz der TSG Hoffenheim in der laufenden Bundesliga-Saison. Dazu kommt eine 0:2-Niederlage gegen OFI Kreta in der Europa League. Nach einem starken Jahr mit Platz fünf in der Vorsaison kommen die Kraichgauer noch nicht so richtig in Fahrt. Über 70 Millionen Euro soll Geschäftsführer Andreas Schicker in Neuzugänge investiert haben. Die neuen Spieler konnten den Negativstart aber nicht verhindern.
Gegen den 1. FC Köln verspielt die TSG zweimal eine Führung. Auch gegen Dortmund lagen die Hoffenheimer mit 2:0 vorn und verloren am Ende das Spiel. Gegen den VfB Stuttgart gab es mit dem 2:1-Sieg einen Achtungserfolg, allerdings steckt der VfB selbst in einer Mini-Krise. Zuletzt verlor die TSG vor der Länderspielpause mit 1:3 gegen Aufsteiger Paderborn.
Teuerster TSG-Neuzugang nur Reservist
Nathan De Cat kam vom RSC Anderlecht nach Hoffenheim und gilt als großes Nachwuchstalent. Zahlreiche Vereine sollen an De Cat interessiert gewesen sein, Hoffenheim konnte ihn am Ende verpflichten. Die Ablöse für den 17-jährigen Belgier betrug gemäß Medienberichten rund 20 Millionen Euro. Bis jetzt stand De Cat allerdings in keinem Bundesligaspiel in der Startelf.
Adam Daghim hat 13 Millionen Euro gekostet und kam von RB Salzburg zu den Kraichgauern. Der Däne traf bereits zweimal in der Liga, muss aber nach dem Abgang von Bazoumana Touré auf der Außenbahn in große Fußstapfen treten. Der Niederländer Mats Rots (12 Millionen) von Twente Enschede hat sich als Außenverteidiger in die Startelf gespielt. Der Ex-Wolfsburger Patrick Wimmer (10 Millionen) spielte für Hoffenheim die ersten beiden Partien von Beginn an, musste dann aber in der Liga zunächst auf der Bank Platz nehmen. Die Neuzugänge der Hoffenheimer haben Potenzial, müssen sich aber noch steigern und mehr Einfluss nehmen.
Prömel schwer für TSG zu ersetzen
Die Einkäufe auf dem Transfermarkt waren von Geschäftsführer Schicker eine Investition in die Zukunft. Keiner der Spieler ist älter als 25 Jahre. Doch irgendwann muss die Mannschaft mit den neuen Spielern funktionieren, damit keine neue Unruhe im Verein aufkommt.
Mittelfeldspieler Wouter Burger ist nach dem Abgang von Grischa Prömel einer der Führungsspieler im Zentrum. Auch er muss noch in seine neue Rolle hineinwachsen. Der ehemalige Vize-Kapitän Prömel hat die Hoffenheimer Richtung Stuttgart verlassen. Der 31-Jährige war nicht immer in Hoffenheim gesetzt, galt aber in der Mannschaft als Führungspieler und ging vorne weg.
Schicker hatte das Team für die neue Saison frühzeitig zusammengestellt. So gut wie alle Neuzugänge waren bereits im Trainingslager im österreichischen Seefeld mit dabei. Die TSG hat viel investiert und wartet aktuell noch auf den Output. Dazu kommt, dass der Verkauf von Stürmer Fisnik Asllani nach Leipzig für knapp 30 Millionen Euro fest eingeplant war. Der Deal platzte allerdings am Ende, und Asllani konnte nicht abgeben werden. Letzte Saison war der Torjäger einer der Leistungsträger, es bleibt abzuwarten, welche Rolle er diese Saison noch spielen kann.
TSG-Lichtblick Conté
Zumindest ein Spieler sollte aktuell nach der Nominierung in den DFB-Kader Rückenwind haben. Bambasé Conté wurde von Bundestrainer Jürgen Klopp für die deutsche Nationalmannschaft nominiert. Er ist aktuell einer der Hoffnungsträger in Hoffenheim, allerdings darf man von dem 23-Jährigen auch nicht zu viel erwarten. Die TSG spielt in der Liga als Nächstes gegen den HSV und gegen Gladbach. Zwei Spiele, in denen die Hoffenheimer klarer Favorit sind. TSG-Trainer Christian Ilzer muss mit seinem Team jetzt gute Ergebnisse liefern.