Mit Abwehrchef Ginter als verlässlichster Konstante will der SC Freiburg in der Fußball-Europa-League auf Erfolgskurs bleiben. Denn mit einem Sieg im Heimspiel gegen RB Salzburg am Donnerstag (21 Uhr / live im Audiostream auf swr.de/sport) könnte der ungeschlagene Tabellenvierte der direkten Qualifikation für das Achtelfinale schon ziemlich nahekommen.
Dabei wollen der 51-malige Ex-Nationalspieler und seine Kollegen auch Wiedergutmachung betreiben für das 1:2 zuletzt in der Bundesliga beim 1. FC Heidenheim. Ginter sprach nach der unnötigen Niederlage von "vermeidbaren Gegentoren", war dementsprechend verärgert - und hofft gegen Salzburg wieder auf drei europäische Punkte.
Ginter verpasste bisher keine einzige Minute
Der 31-Jährige ist derzeit der konstanteste Profi im Kader von Trainer Julian Schuster. Als einziger Spieler bestritt Ginter bislang alle Pflichtspiele und stand jede Minute auf dem Platz. Nur Mittelfeldspieler Maximilian Eggestein und Torwart Noah Atubolu konnten annähernd so viel Spielzeit sammeln.
Dass andere Kollegen nicht so konstant auftreten können, zeigte sich auch in Heidenheim. Denn zur Niederlage trug auch bei, dass Ginter während der 90 Minuten gleich drei Nebenmänner in der Innenverteidigung hatte.
Erst musste der österreichische Nationalspieler Philipp Lienhart in der Pause wegen muskulärer Probleme in der Leiste vom Platz. Als dann dessen Ersatz Max Rosenfelder Mitte der zweiten Hälfte wegen einer Oberschenkelverletzung ebenfalls nicht mehr konnte, kam Anthony Jung auf den Rasen - und leitete mit einem fatalen Fehlpass das Siegtor der Gastgeber in der Nachspielzeit ein. Der Treffer beendete eine Phase von drei Freiburger Pflichtspielen ohne Gegentor. Rosenfelder wird gegen Salzburg nicht zum Einsatz kommen können.
Gegner des SC Freiburg in der Europa League RB Salzburg - auf der Suche nach den Erfolgen vergangener Jahre
Nach zehn Meisterschaften in Folge gingen die "Bullen" aus Salzburg in den letzten beiden Jahren leer aus. Der derzeitige Tabellenführer in Österreich steht auch in der Europa League mächtig unter Druck.
Lienhart warnt vor Gegner Salzburg
Trotz dieser Negativerlebnisse in Heidenheim zeigte sich besonders Lienhart vor dem Duell mit seinen österreichischen Landsleuten aus Salzburg optimistisch. "Ich bin guter Dinge, dass wir Donnerstag unser wahres Gesicht zeigen können und unsere Grundtugenden auf den Platz bringen", sagte der 29-Jährige im vereinseigenen Podcast "Kurz gespielt".
Dennoch warnte er auch vor den Gästen, die nach zwischenzeitlichen Problemen "wieder in die Spur gefunden" haben. Der Tabellenführer der österreichischen Bundesliga habe "eine junge Mannschaft mit viel Qualität".
Nur ein Punkt hinter Tabellenführer Lyon
Allerdings steht die Elf des deutschen Trainers Thomas Letsch in der Europa League mit nur drei Punkten aus fünf Spielen auf Rang 29 und müsste die Playoffs bei einer weiteren Niederlage fast schon abschreiben. Der Bundesliga-Neunte Freiburg hat mit elf Punkten dagegen nur einen Zähler Rückstand auf Tabellenführer Olympique Lyon und hätte bei einem weiteren Sieg glänzende Aussichten - zumindest im Europapokal.