Meinung

Der Atubolu-Deal - Es gibt nur einen echten Gewinner

Noah Atubolu verlässt den SC Freiburg auf Leihbasis zu Eintracht Frankfurt. Für die Hessen ist es ein Top-Geschäft. Für den Keeper und die Breisgauer hätte es besser laufen können.

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Von Autor/in Michi Glang

Immerhin: Noah Atubolu und der SC Freiburg haben eine Lösung gefunden. Der Keeper, der früh seinen Wechselwunsch bei den Verantwortlichen hinterlegt hatte, hat einen neuen Klub gefunden. Per Leihe geht es zu Eintracht Frankfurt, das je nach Saisonverlauf eine Kaufoption hat oder zum Kauf verpflichtet wird.

Heißt: Spielt Atubolu eine starke Saison, wird er in Frankfurt bleiben und dem Sport-Club eine Ablöse einbringen. Diese dürfte aber deutlich niedriger ausfallen, als ein Wechsel in diesem Sommer in die Premier League eingebracht hätte.

Freiburg und die Eintracht - Konkurrenten auf Augenhöhe

Zudem: Mit der Eintracht wird ein potenzieller Konkurrent gestärkt. Ein Platz und drei Punkte trennten beide Klubs in der vergangenen Saison. Die Freiburger hätten Atubolu sicher lieber auf der Insel als in der Banken-Metropole gesehen.

Spielt Atubolu dagegen in Frankfurt weniger überzeugend, käme er theoretisch zurück nach Freiburg, wird sich dann aber einen neuen Klub suchen müssen. Der Traum von der Premier League bleibt für den 24-Jährigen zunächst unerfüllt und - anders als in Freiburg - muss er in der neuen Saison auf die Teilnahme in einem Europapokal-Wettbewerb verzichten.

Gut für die Freiburger: Immerhin hat der Sport-Club mit Mio Backhaus schnell hochtalentierten Ersatz gefunden, und die lange Zeit ungeklärte Personalie hat das Team nicht belastet, wie der starke Saisonstart zeigt.

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Noah Atubolu die neue Nummer 1 in Frankfurt

Für den Sport-Club und Atubolu ist das Leihgeschäft letztlich trotzdem das Abwenden des größtmöglichen Schadens, dass der Torhüter keinen neuen Klub findet und sich zumindest bis zur nächsten Transferphase im Winter im Schwarzwald die Zeit vertreiben muss. Ein richtig gutes Geschäft ist es für beide Seiten nicht.

Die Frankfurter bekommen dagegen von einem direkten Konkurrenten einen Top-Keeper, der nach der WM ins DFB-Team drängt - und das bei überschaubarem finanziellen Risiko. Nachdem weder Michael Zetterer noch Kaua Santos vom neuen Trainer Adi Hütter die Rolle als Nummer 1 zugetraut wurde, ist Atubolu der neue Hoffnungsträger in einem Team, das sich noch im Umbruch befindet. Man darf gespannt sein, ob sich Atubolu nach dem Wechsel-Hickhack in neuer Umgebung weiter so gut entwickelt wie in den letzten Jahren in Freiburg.