Nations League

Alexander Nübel "hat sich das verdient" - Ex-VfB-Keeper startet gegen Griechenland

Nach starken Leistungen bei Beşiktaş Istanbul in der türkischen Süper Lig macht Alexander Nübel am Sonntagabend aller Voraussicht nach sein viertes Länderspiel.

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Von Autor/in Michael Richmann

Alexander Nübel wird gegen Griechenland das Tor der DFB-Elf hüten. Das kündigte Bundestrainer Jürgen Klopp am Tag vor dem Nation-League-Spiel auf der üblichen Pressekonferenz an: "Er hat sich das verdient. Weil alle drei Torhüter einen sensationellen Eindruck machen", sagte der 59-jährige Chefcoach.

Nübel mit starken Leistungen bei Beşiktaş

Verdient hat Nübel sich das Spiel aufgrund der starken Leistungen im Trikot von Beşiktaş. Denn in der türkischen Hauptstadt Istanbul ist Nübel der "Mann der weißen Westen". In seinen ersten sechs Pflichtspielen für Beşiktaş in der Süper Lig und der erfolgreichen Europa-League-Qualifikation hielt Nübel die Null. War der Empfang am Bosporus bereits herzlich, spätestens jetzt war er der Liebling der Fans. Einigen gilt er daher schon als "bester Torhüter der Liga". Doch nicht nur auf Instagram und Tiktok war die Euphorie groß und den ehemaligen Torhüter des VfB Stuttgart. Beim 1:0-Sieg gegen den tschechischen Klub FC Hradec Kralove zeigte Nübel 13 Paraden und wurde von türkischen Medien als "Phänomen" bezeichnet.

Daran dürften Nübels Patzer - ein unterschätzter Fernschuss und ein folgenreicher Fehlpass - bei der 2:3-Niederlage bei Aufsteiger Amed SK nichts geändert haben. Auch, wenn Beşiktaş seitdem nur noch Dritter in der türkischen Süper Lig ist. Ein Erfolgserlebnis im Trikot der DFB-Elf käme dem 29-jährigen Keeper sicherlich dennoch gelegen.

Nübel wurde beim VfB Stuttgart vom "Missverständnis" zum Leistungsträger

Dass er mit Fehlern umgehen kann, hat er in seiner Zeit beim VfB Stuttgart hinreichend bewiesen. Drei Jahre lang hat er - ausgeliehen vom FC Bayern München - das Tor der Schwaben gehütet und wurde ein Gesicht des Aufschwungs. Die Vizemeisterschaft 2024, der DFB-Pokal-Sieg 2025 sowie die Champions-League-Qualifikation 2026 sind untrennbar mit Alexander Nübel verbunden, der mit seiner ausgeglichenen und Ruhe ausstrahlenden Art auch ein wichtiger Faktor für die Kabine war. Es waren "drei wundervolle Jahre in Stuttgart" für Nübel.

Dass der im Juli 2020 als Manuel-Neuer-Nachfolger nach München gewechselte Keeper beim FC Bayern als "Missverständnis" galt, war in jenen Jahren längst vergessen. Beim FC Bayern hatte ihm Nationalmannschaftskollege Jonas Urbig dennoch den Rang abgelaufen. So folgte nach seiner Rückkehr vom VfB Stuttgart der Wechsel in die Türkei - trotz eines Vertrags bis 2030.

Nübel im Duell mit Urbig, Dahmen und Atubolu

Beim DFB liefert sich Nübel derzeit ein spannendes Duell um die Positionen hinter dem von Klopp zur Nummer eins erklärten Marc-André ter Stegen. Finn Dahmen (FC Augsburg), der Ex-Freiburger Noah Atubolu (Eintracht Frankfurt) und eben Bayern-Keeper Jonas Urbig sind die Konkurrenten. Gegen Griechenland erhält Nübel jetzt erst einmal den Vorzug: "Und ich hoffe, dass Alex das genießt", sagte Klopp am Samstag, "und den Laden bestenfalls sauber hält".

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Autor/in
Michael Richmann