2. Bundesliga

"Waren zu naiv" - KSC mit erster Pflichtspiel-Niederlage

Gegen den VfL Wolfsburg startete der Karlsruher SC furios ins Spiel. Am Ende musste sich das Team von Trainer Maximilian Senft aber deutlich geschlagen geben.

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Von Autor/in Martin Maibücher

Zwei Mal geführt - und doch verloren: Der KSC musste am 3. Spieltag der 2. Bundesliga seine erste Pflichtspiel-Niederlage in der neuen Saison hinnehmen. Beim 2:5 (2:3) gegen den VfL Wolfsburg sah KSC-Keeper Hans Christian Bernat bei zwei Fernschuss-Toren nicht glücklich aus. Kritisieren wollte ihn Kapitän Marvin Wanitzek jedoch nicht. "Er hat uns oft genug Punkte gerettet und ich glaube, das werden wir ihm auf jeden Fall verzeihen", sagte Wanitzek im Sportschau-Interview und ergänzte: "Jeder macht Fehler. Wir gewinnen und verlieren zusammen. Er wird heute noch daran nagen. Aber morgen ist es dann schon wieder vergessen und dann geht es auch schon wieder weiter."

Am Samstagnachmittag begann der KSC stark und legte durch Shio Fukuda (7.) und Marvin Wanitzek (12.) gleich zwei Mal vor. Doch der VfL ließ sich in einer flotten Partie nicht beirren und kam dank Fabian Reese zwei Mal zurück. Den Kopfballtreffer von Alexander Bernhardsson (10.) bereitete der Neuzugang von der Hertha vor, dann traf er mit einem Schuss aus rund 25 Metern selbst (28.). Vinicius Souza (45.+2) sorgte mit dem Treffer zum 3:2 für den Schlusspunkt einer fulminanten ersten Halbzeit. VfL-Kapitän Hauke Wahl nach einem Reese-Eckball (88.) und Reese per Abstauber (90.+5) entschieden das Spiel in der Schlussphase für die Gäste.

Trainer Maximilian Senft: Fünf Gegentore "viel zu viel"

"Da waren wir dann auch zu naiv, gerade beim fünften Tor", sagte Wanitzek mit Bezug auf die Schlussphase. "Daraus lernen wir und versuchen, es im nächsten Spiel besser zu machen", sagte der Kapitän. Sein Trainer Maximilian Senft sprach nach dem Spiel von einer verdienten Niederlage: "Fakt ist: Fünf Gegentore sind einfach viel zu viel. Deshalb möchte ich auch jetzt nicht davon sprechen, dass ein Unentschieden leistungsgerecht gewesen wäre", meint Senft. Zwar betonte der KSC-Coach auch, dass für seine Mannschaft mehr drin gewesen wäre, bilanzierte aber schließlich: "Bei fünf Gegentoren ist es dann eine verdiente Niederlage."

Nach dem 2:1-Auftaktsieg gegen Arminia Bielefeld, dem 0:0 im Südwest-Derby beim 1. FC Kaiserslautern und dem 2:1-Erfolg in der ersten Runde des DFB-Pokals bei Preußen Münster war es die erste Pflichtspiel-Niederlage für den KSC mit seinem neuen Chefcoach Maximilian Senft. Die nächste Chance auf Punkte haben die Badener am Freitag (4.9.) ab 18:30 Uhr im Auswärtsspiel bei Hannover 96.