Teamcheck Karlsruher SC

KSC: Mit neuem Trainer in der Saison 2026/27 raus aus dem Mittelmaß?

Nach Jahren im Niemandsland der Tabelle startet der Karlsruher SC mit einem neuen Trainer in die 2. Bundesliga. Maximilian Senft will den KSC auf einen völlig neuen Weg schicken.

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Stand

Von Autor/in Maximilian Springer

Der Karlsruher SC startet am Samstag gegen Arminia Bielefeld (8.8., 13 Uhr, live im Audiostream auf Sportschau.de) in die neue Saison der 2. Bundesliga. Für die Badener ist es die achte Spielzeit im deutschen Unterhaus in Folge. In den vergangenen Jahren gelang es Ex-Trainer Christian Eichner trotz großer Sympathien innerhalb der Fangemeinde nicht, aus dem KSC wieder einen ernsthaften Aspiranten auf den Aufstieg in die Bundesliga zu machen. Wird unter seinem Nachfolger alles besser? Der Teamcheck.

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Saison 2025/26: Mittelmaß im Wildpark

Die vergangene Saison endete für den KSC auf dem zehnten Tabellenplatz. Nach dem durchaus erfolgreichen Saisonauftakt ging den Badenern schnell die Luft aus. Nach der ersten Saisonniederlage am sechsten Spieltag in Kiel folgte am neunten Spieltag ein bitteres 2:3 gegen den Lokalrivalen 1. FC Kaiserslautern. Durch schwache Phasen vor und nach der Winterpause ging der Blick beim KSC eher nach unten, am 22. Spieltag war der Vorsprung auf den Relegationsplatz 16 auf vier Punkte zusammengeschrumpft. Zwar stabilisierte sich der KSC in den folgenden Spielen, Anfang April verkündet der Verein aber trotzdem, sich nach der Saison vom damaligen Trainer Christian Eichner zu trennen.

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Es war das Ende einer Ära von knapp sechseinhalb Jahren beim KSC. Wenige Tage nach der verkündeten Trennung schlug der KSC zu Hause Arminia Bielefeld mit 4:1. Nach dem Abpfiff wurde der Trainer lautstark von den Fans gefeiert. Am Ende der Saison hatte der KSC weder mit dem Aufstieg noch mit dem Abstieg viel zu tun, nach der Trennung von Eichner soll nun der Neuanfang gelingen.

Das hat Maximilian Senft mit dem KSC vor

Der neue Mann auf der Trainerbank ist der erst 36-jährige Maximilian Senft. Für den Österreicher ist es sein erster Trainerjob im Ausland, der KSC ist bei weitem der namhafteste Club, den er in seiner Karriere trainiert hat. "Ich habe den Verein schon als Kind kennengelernt, weil ich Salzburg-Fan war", erzählte Senft vor wenigen Wochen. "Ich habe noch heute eine CD-ROM mit dem bekannten Halbfinale im UEFA-Pokal zwischen Salzburg und dem KSC zu Hause. Durch dieses Spiel hatte ich eine kindliche emotionale Verbindung zum KSC, ohne dass ich deshalb als Kind KSC-Fan gewesen wäre."

Fußballerisch will Senft seinen Spielern Freiraum geben. Er versteht sich als Rahmengeber. "Aber die Spieler müssen das Ganze beleben und gewissermaßen die Farbe auf die Leinwand bringen", sagte er. Gleichzeitig zeigte er sich in der Saisonvorbereitung auch als Coach, der von seinen Spielern höchste Disziplin einfordert. "Es ist nicht alles locker und wir machen nicht die ganze Zeit Scherze. Wir sind hier, um Profifußball zu spielen." Und er selbst sei "beruflich und nicht privat" in Karlsruhe.

KSC-Transfers: Wer kommt, wer geht?

Neben Eichner wurden beim KSC auch zahlreiche Spieler verabschiedet. Fabian Schleusener (zu Fortuna Düsseldorf), Philipp Förster (Düsseldorf), Dzenis Burnic und Roko Simic tragen künftig nicht mehr das Trikot der Badener. Linksverteidiger David Herold wechselt zu Borussia Mönchengladbach in die Bundesliga. Mittelfeldspieler Nicolai Rapp spielt künftig für Dynamo Dresden, Meiko Wäschenbach für Alemannia Aachen. Bei Leihspieler Leon Opitz (Werder Bremen) wurde die Kaufoption vom KSC nicht gezogen.

Neu beim KSC ist unter anderem der finnische Nationalspieler Santeri Väänänen. Der 24-Jährige defensive Mittelfeldmann kam von Rosenborg Trondheim für kolportierte 100.000 Euro nach Baden. Ablösefrei war der Mittelfeldspieler Kevin Wiethaup (20) vom Zweitliga-Aufsteiger VfL Osnabrück. Für den Angriff verpflichteten die Karlsruher Noel Eichinger (24) von Jahn Regensburg. Eichinger schoss vergangene Saison zehn Tore für den Drittligisten. Mit Jason Ponente-Ramirez kommt ein großes Talent zum KSC. Der 19-jährige Offensivakteur spielte zuletzt für den Nachwuchs des 1. FC Köln. Vom Drittligisten 1. FC Saarbrücken wechselte Mittelfeldspieler Tim Civeja (24) zum KSC. Vom FC Basel wurde der frühere Bochumer Mittelstürmer Moritz Broschinski (25) ausgeliehen. Der KSC besitzt eine Kaufoption.

Wohin führt der Weg des KSC in der Saison 2026/27?

Wenn man die Fans fragt, gehen diese mit Zuversicht in die neue Spielzeit. "Im Idealfall Platz Fünf - das wäre super für eine erste Saison unter Senft", so Timo, ein junger KSC-Fan beim Familientag am vergangenen Sonntag (02.08.). Eine andere Anhängerin nannte sogar das magische Wort "Aufstieg" als mögliches Ziel. Solch ambitionierte Worte sind von Trainer Senft noch nicht zu vernehmen. Für ihn geht es erstmal darum, seine neue Fußballkultur im Wildpark zu etablieren.

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Maximilian Springer