Fußball | 2. Bundesliga

Matchwinner Kobald "mega glücklich" - KSC rückt an die Aufstiegsplätze

Reihenweise Chancen hatten sowohl der Karlsruher SC als auch die Magdeburger. Den glücklichen Treffer landete am Ende der KSC - und hadert dennoch mit der Leistung.

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Stand

Eine Woche nach der ersten Saisonniederlage bei Holstein Kiel ist der Karlsruher SC in der 2. Fußball-Bundesliga wieder näher an die Aufstiegsplätze herangerückt. In einem abwechslungsreichen Spiel mit vielen Torchancen auf beiden Seiten gewann die Mannschaft von Trainer Christian Eichner etwas glücklich mit 1:0 (0:0) gegen den 1. FC Magdeburg, der im Tabellenkeller die fünfte Niederlage in Serie einstecken musste. Das Siegtor erzielte KSC-Verteidiger Christoph Kobald in der 84. Minute.

KSC: Glücklich mit dem Sieg, aber nicht mit der Leistung

"Es gibt nichts Besseres, als so kurz vor Schluss das Spiel zuzumachen und der Mannschaft zu helfen. Ich bin mega glücklich", sagte Christoph Kobald im Anschluss an die Partie. Während beim KSC die Freude über den Last-Minute-Treffer überwiegt, herrscht bei den Gäste nach einem vielversprechende Auftritt Enttäuschung. Laut Magdeburg-Coach Markus Fiedler habe "die bessere Mannschaft am Ende verloren". KSC-Trainer Christian Eichner stimmte ihm nur teilweise zu: "Ich glaube, dass die Mannschaft am Ende verloren hat, die dem 1:0 wesentlich näher war. Ich finde die Aussage nachvollziehbar, aber am Ende entscheiden nun mal die Tore das Spiel."

Dennoch wusste der Cheftrainer auch seine Mannschaft zu kritisieren: "Ich bin alles andere als zufrieden. Es war in beide Richtungen nicht gut genug heute und nicht so, wie wir dieses Jahr schon gespielt haben."

Beide Teams lassen reihenweise Chancen liegen

Die Gäste machten vor 28.337 Zuschauern in der ersten Halbzeit das Spiel, verpassten bei mehreren guten Torchancen jedoch die Führung. Die größte Gelegenheit hatte Baris Atik, als er kurz vor der Pause (45.+4) knapp vorbei zielte. Die Karlsruher, die in Kiel mit 0:3 verloren hatten, hielten zwar dagegen, waren in der Offensive aber zunächst weitgehend harmlos.

Der KSC kam dann mit viel Tempo aus der Kabine. Lilian Egloff (56.) und Fabian Schleusener (57., 58.) konnten jedoch drei Großchancen innerhalb von zwei Minuten nicht nutzen. Magdeburg fing sich in der Folge wieder und kam selbst wieder zu hochkarätigen Gelegenheiten, obwohl Baris Atik nach einer guten Stunde als bis dahin bester FCM-Stürmer angeschlagen raus musste. Doch weder Max Geschwill (65.) noch Laurin Ulrich (71.) und Dariusz Stalmach (79.) brachten den Ball im Tor unter. Dann war es Kobald, der nach einem Freistoß von Karlsruhes Kapitän Marvin Wanitzek auf der anderen Seite den Ball zum Heimsieg einköpfte.

Christian Eichner: Gesamtbilanz des KSC "hervorragend"

Auf Tabellenplatz fünf stehen für die Karlsruher derzeit 14 Punkte nach sieben Spielen zu Buche. Mit diesem Saisonstart ist Christian Eichner mehr als zufrieden und betonte nochmals, wie unvorhersehbar und "brandgefährlich" er die 2. Bundesliga in der aktuellen Spielzeit einschätzt. "Ich bleibe dabei. Diese Liga, die ist komisch dieses Jahr. Zwei große Namen sind raus und es ist noch ausgeglichener geworden. 14 Punkte sind zum jetzigen Zeitpunkt sind herausragend für die Kabine."