Conference League

Freiburg trifft auf tschechischen Außenseiter: Wer ist eigentlich der FK Jablonec?

Am ersten Spieltag der Conference League Saison 26/27 trifft der SC Freiburg auf den FK Jablonec. Darum dürfen die Breisgauer den Gegner auf keinen Fall unterschätzen.

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Stand

Von Autor/in Janne Nebenführ

Am ersten Spieltag der Conference-League-Saison empfängt der SC Freiburg am Donnerstag (15.10., 21 Uhr, live im Audiostream) den Tabellen-Fünften aus der tschechischen ersten Liga.

Woher stammt der FK Jablonec?

Für den FK Jablonec war auf internationaler Bühne bisher spätestens nach der Gruppenphase Schluss. In dieser Saison soll es nun erstmals weitergehen. Der Klub stammt aus der nordböhmischen Kleinstadt Jablonec nad Nisou, diese zählt rund 46.000 Einwohner. Die Stadt ist vor allem für ihre lange Tradition in der Glas- und Schmuckherstellung bekannt. Auch sportlich will Jablonec nun über die Grenzen Tschechiens hinaus für Aufmerksamkeit sorgen.

Über das Glasgower Ibrox in die Conference League

Trainer Luboš Kozel, der 2024 vom Ligakonkurrenten Slovan Liberec nach Jablonec wechselte, hat mit seiner Mannschaft bereits in der Qualifikation bewiesen, dass sie auch mit schwierigen Aufgaben umgehen kann. Nach Erfolgen gegen den lettischen FK RFS und den kroatischen NK Varaždin wartete in den Play-offs mit den Glasgow Rangers ein international erfahrener Traditionsklub. Das Hinspiel verloren die Tschechen mit 0:1 im legendären Ibrox Stadium. Im Rückspiel kämpften sie sich vor 5.563 Zuschauern im heimischen Stadion Střelnice ins Elfmeterschießen und setzten sich dort mit 4:3 durch.

Jablonec hat gezeigt, dass sich die Mannschaft von Rückschlägen nicht aus der Ruhe bringen lässt. Diese Widerstandsfähigkeit wollen die Nordböhmen in der Ligaphase der Conference League nun unter Beweis stellen.

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EIn Kollektiv statt großer Namen

Mit einem Marktwert von rund 15 Millionen Euro gehört Jablonec zu den kleineren Klubs im Teilnehmerfeld. Zum Vergleich: Der Kader der Freiburger ist etwa 15-mal so viel wert. Im Sommer verzeichnete Jablonec mit dem drei-Millionen-Wechsel von Mittelfeldspieler Michal Beran zu SK Sigma Olmütz den teuersten Abgang der Vereinsgeschichte. Einen einzelnen Ausnahmespieler gibt es im aktuellen Kader nicht. Stattdessen setzt der Club auf eine Mischung aus einheimischen Talenten, erfahrenen Kräften und gezielten Verstärkungen. Martin Cedidla (Verteidiger) ist mit drei Treffern in neun Ligaspielen der erfolgreichste Torschütze der aktuellen Saison.

Verteidiger Cedidlia wirft sich in einen Zweikampf.
Top-Torschütze Martin Cedidlia wirft sich in einen Zweikampf. CTK Photo

Freiburg sollte gewarnt sein

Für den SC Freiburg dürfte es vor allem darauf ankommen, die körperliche Intensität der Gastgeber anzunehmen und sich nicht in harte Zweikämpfe verwickeln zu lassen. Jablonec wird versuchen, mit Leidenschaft, Disziplin und großem Einsatz dagegen zu halten.

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Auch das weitere Programm in der Ligaphase hat es für die Tschechen in sich. Mit Brighton & Hove Albion, dem FC Lugano und Trabzonspor warten weitere anspruchsvolle Gegner. Der Einzug in die nächste Runde wäre angesichts der Konkurrenz eine große Überraschung.

Vielleicht klingt Freiburg nicht so überzeugend wie Dortmund oder Leipzig, aber es ist ein Team, das mit diesen Mannschaften absolut vergleichbar ist, also erwartet uns ein wirklich großer Test.

Für Freiburg ist die Ausgangslage eine andere. Mit seinem individuell besserem Kader und den eigenen Ambitionen geht der Sport-Club als klarer Favorit in die Partie. Der vermeintliche Außenseiter aus Tschechien dürfte allerdings alles daransetzen, den Freiburgern den Auftakt so unangenehm wie möglich zu gestalten.

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Janne Nebenführ