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Heidenheims Hoffnungsträger: Eren Dinkci und sein neuer Spaß am Fußball

Im Januar ist Eren Dinkci vom SC Freiburg zum 1. FC Heidenheim zurückgekehrt. Beim 3:3 gegen den VfB Stuttgart hat sich gezeigt, dass der "alte Neue" eine große Verstärkung für die Schwaben ist.

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Von Autor/in Kersten Eichhorn

Die Aktion war einfach cool und abgezockt. Nach Christian Contehs abgefälschtem Pass fackelte Eren Dinkci im Sechzehner des VfB Stuttgart nicht lange, schob den Ball direkt mit der Innenseite an Alex Nübel vorbei ins obere Tordreieck. Es war der zwischenzeitliche 1:1-Ausgleich und zugleich auch der erste Treffer des Angreifers seit seiner Rückkehr auf den Heidenheimer Schlossberg.


Die Freude über das persönliche Erfolgserlebnis war groß bei Eren Dinkci. Die reife Leistung des so lange sieglosen Teams gegen den großen Favoriten aus der Landeshauptstadt war für ihn aber viel bedeutsamer. Auch wenn der späte 3:3-Ausgleich des VfB weh tat: "Dieser Punkt war extrem wichtig für uns, darauf können wir aufbauen. Wir dürfen niemals aufgeben", sagte der schnelle Angreifer im Gespräch mit SWR Sport.

Heidenheim-Coach Frank Schmidt voll des Lobs über Eren Dinkci

Nicht allein das schöne Premieren-Tor in seinem vierten Spiel im Heidenheimer Trikot hat gezeigt, dass Eren Dinkci längst wieder "angekommen" ist beim FCH, seine Gesamtleistung in diesem wilden und hitzigen Schwaben-Duell gegen den VfB war außergewöhnlich gut: ständig in Bewegung, mit seiner Schnelligkeit und seinen Sololäufen Lücken reißend, immer gefährlich unterwegs.

Auch Trainer Frank Schmidt war begeistert vom Auftritt des 24-Jährigen: "Da sieht man die Qualität, die es ausmacht auf diesem Niveau in der Bundesliga. Der Torabschluss war herausragend", sagte der FCH-Coach nach dem Stuttgart-Spiel über Eren Dinkci. "Er macht viele Läufe in der Offensive und in der Defensive, hat immer eine gute Idee und war an jeder guten Offensiv-Aktion beteiligt"

Das Gesicht der neuen Heidenheimer Hoffnung

Eren Dinkci ist quasi das Gesicht der neuen Heidenheimer Hoffnung im Tabellenkeller. Ein junger Mann, der bereits in der ersten Bundesliga-Saison des FCH neben Tim Kleindienst und Jan-Niklas Beste in der Offensive überragte und zehn Tore zum Klassenerhalt des damaligen Neulings beitrug. Klar, dass der frühere Bremer auf dem Transfermarkt heiß umworben war. Letztlich bekam der SC Freiburg den Zuschlag, Dinkci verließ schon nach einem Jahr die Heidenheimer wieder Richtung Breisgau.

Fußballerisch glücklich wurde der hochtalentierte Spieler beim Sport-Club jedoch nicht. In 31 Bundesliga-Spielen für die Freiburger gelang Eren Dinkci in den eineinhalb Jahren seit seinem Wechsel nicht ein einziger Treffer, konnte sich an der Dreisam auch als Stammspieler nur selten durchsetzen.

Verstärkung im Kampf um den Klassenerhalt

Die vorläufige Rückkehr Ende Januar auf Leihbasis zum FCH und zu Frank Schmidt in die "alte Heimat" war die Folge. Eine Win-Win-Situation für alle Beteiligten: Eren Dinkci sammelt Spielpraxis und neues Selbstvertrauen für eine mögliche Rückkehr zum Sport-Club, Heidenheim hat im Kampf um den Klassenerhalt eine echte Verstärkung dazubekommen, wie sich spätestens gegen den VfB Stuttgart gezeigt hat.

Und auch Dinkci selbst ist seit seiner Rückkehr auf den Schlossberg die neugewonnene Freude am Fußballspiel am Gesicht abzulesen: "Das freut micht, dass sie das so sehen. Ich habe eine Menge Spaß am Fußball", beantwortete der Stürmer die Beobachtung von SWR Sport mit einem breiten Lachen. "Es müssen aber noch ein paar Erfolge dazukommen, dann habe ich noch mehr Spaß".

Am Samstag Rückkehr zum Heimatverein Bremen

Kommenden Samstag (15.30 Uhr live im Audiostream auf Sportschau.de) steht das nächste sportlich überlebenswichtige Spiel für den 1.FC Heidenheim an. Für Eren Dinkci ist es eine ganz besonders emotionale Partie: Keller-Duell bei seinem Heimatverein Werder Bremen, wo er groß wurde.

Dort wo noch immer die Familie wohnt und sicherlich auf der Tribüne des Weserstadions sitzen wird. Der Letzte beim Drittletzten, da ist verlieren verboten: "Wir müssen einfach unser Spiel weiter durchziehen", sagte Eren Dinkci vor dem spannenden und richtungsweisenden Heimatbesuch, "dann können wir gegen jeden mithalten".

Und der Trainer hofft auf weitere Taten seines Rückkehrers: "Eren ist ein ganz wichtiger Transfer für uns", sagte Trainer Frank Schmidt, "er macht uns besser. Hoffentlich auch in Bremen".

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Kersten Eichhorn