2. Bundesliga

Was geht noch? Der FCK zwischen Derby und Traditionsduell

Keine Woche nach dem 3:0-Sieg gegen Karlsruhe steht für den 1. FC Kaiserslautern das nächste Traditionsduell auf dem Plan. Gegen den 1. FC Nürnberg wollen die Pfälzer "nachlegen".

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"Derbysieger, Derbysieger, hey, hey!" - Mit Gesängen empfangen und bejubelt werden, kein schlechter Start in die Trainingseinheit für die Spieler des 1. FC Kaiserslautern. Ungefähr 75 Fans waren am Mittwochvormittag am Trainingsgelände, wollten die Mannschaft "unterstützen nach dem wichtigen Sieg am Wochenende" - und "weiter pushen und Rückhalt geben".

Mannschaft und Fans zehren von "Befreiungsschlag" gegen KSC

Die Stimmung auf dem Betzenberg war spürbar gelöst, von den Spielern schien eine Last abgefallen zu sein und bei den Fans drehte sich alles um den jüngsten 3:0-Erfolg gegen den KSC. "Das war richtig erleichternd, ein Befreiungsschlag. Die Jungs haben so gut harmoniert", so FCK-Fan Abdullah im Gespräch mit SWR Sport.

FCK will gegen Nürnberg "nachlegen"

Mit dem Heimsieg im Südwestderby sammelte der FCK nicht nur ordentlich Selbstbewusstsein, sondern knackte auch die 40-Punkte-Marke. Der nächste Gegner am Samstag heißt Nürnberg, als Zehnter aktuell nur drei Tabellenplätze hinter den Pfälzern.

Lautern-Coach Torsten Lieberknecht freut sich auf die Partie. "Nürnberg ist eine Top-Mannschaft mit außergewöhnlich guten Spielern. Sie hatten vielleicht ihre Wellentäler, aber insgesamt haben sie eine hohe Qualität. Sie sind gefestigter als in der Hinrunde, die Abläufe sind klarer geworden", so der Coach. Austrudeln lassen wollen die Pfälzer die Saison trotz der geringen Aufstiegschancen daher auf keinen Fall. "Es gibt noch einiges zu gewinnen - nicht nur Punkte, sondern auch Dinge, die uns für die Zukunft stärken. Deshalb geht es jetzt darum, nicht locker zu lassen. Ich erwarte, dass wir die Energie und Haltung aus dem letzten Spiel auch in Nürnberg bestätigen", betonte Lieberknecht.

Für Jacob Rasmussen gilt es ebenfalls, die lang ersehnte Leistungssteigerung nun auch fortzusetzen: "Wir müssen beweisen, dass es kein Zufall ist, dass wir Zuhause 3:0 gegen Karlsruhe gewinnen. Wir müssen nachlegen, dranbleiben und wieder gewinnen", so der Profi der Roten Teufel.

Kaiserslautern

"Emotionalität hat eine große Rolle gespielt" "Einen Extra-Push gegeben": FCK nach Derbysieg gegen den KSC im Stimmungshoch

Mit 3:0 hat der 1. FC Kaiserslautern das Derby gegen den Karlsruher SC gewonnen. Ein wichtiger Sieg für den Verein und die Fans. Der Erfolg sorgt für ein Stimmungshoch - aber auf die Tabellensituation hatte er kaum Auswirkungen.

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Zwei Spiele hatte der gebürtige Däne aufgrund einer Gehirnerschütterung zuletzt verpasst. Gegen Karlsruhe durfte Rasmussen eine Viertelstunde vor Schluss wieder ran. "Zuhause zu sein, das kann mal schön sein. Aber ich will einfach auf dem Platz stehen mit den Jungs", so der 28-Jährige, der Anfang des Jahres von RB Salzburg zum FCK wechselte.

Kann FCK vs. Nürnberg im internationalen Vergleich mithalten?

Vor seiner Zeit in Österreich spielte Rasmussen bereits in Italien, den Niederlanden und seinem Heimatland Dänemark. Mit Rivalitäten kennt er sich bestens aus. "Ich habe schon ein paar Traditionsduelle erlebt. Aus der Heimat ist Kopenhagen gegen Brøndby oben dabei. Feyenoord gegen Ajax ist auch immer schön", so Rasmussen, der Derbys und Traditionsduellen einen besonderen Effekt zuschreibt: "Man spürt die extra Energie auf dem Platz. Den Wille zu gewinnen, den hast du immer, aber du spürst diese extra Bedeutung, vor allem für die Fans."

Das Spiel des FCK beim FCN klingt da eine Nummer kleiner, aber auch hier stecken jede Menge Geschichte und Tradition drin. Man darf gespannt sein, ob die Pfälzer den Schwung aus dem KSC-Spiel mitnehmen können.

Erstmals publiziert am
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Redakteur/in
Lena Bergmann