SWR1: Das ist jetzt das erste Weihnachtsalbum von euch, oder?
Sandy Mölling: Ist das erste volle Weihnachtsalbum, ja.
SWR1: Warum jetzt?
Mölling: Weil wir Lust drauf hatten!
No Angels zeichnen "It's Christmas" im Sommer auf
SWR1: Ihr habt im Sommer Lust gekriegt, ein Weihnachtsalbum zu machen, weil da so die Sehnsucht nach Lebkuchen war, oder wie?
Mölling: Das ist schon viel länger in unseren Köpfen. Wir wollten immer ein Weihnachtsalbum machen, das besonders und zeitlos ist. Natürlich mit Klassikern, aber auch vielleicht mit ein paar neuen Songs und in einem besonderen Gewand.
Da haben wir uns auch sehr viel Zeit gelassen, das aufzunehmen. Das Ergebnis ist, in einem orchestralen Gewand, ganz toll geworden und klingt wirklich wirklich toll.
Weihnachtsalbum "It's Christmas" bringt Schwierigkeiten für die No Angels
SWR1: So ein Weihnachtsalbum, das macht man im Frühling oder Sommer. Man fühlt sich also ganz anders in diesem Moment. Wie war das, an diesem Album zu arbeiten?
Mölling: Draußen war es knallheiß und wir haben drinnen Weihnachtssongs aufgenommen. Aber wenn du im Studio stehst, dann bist du so ein bisschen abgeschottet von der Welt. Das Gleiche war es dann dieses Jahr im Sommer beim Videodreh und bei den Fotoshootings. Da war es auch draußen heiß und drinnen hatten wir Wollpullover, Leggings und Wollsocken und sowas an. Verkehrte Welt!
Jessica Wahls: Das war eine Herausforderung im August Nikoläuse und sowas zu bekommen. Gott sei Dank gibt es Großmärkte, die schon sehr viel früher damit anfangen die kleineren Märkte zu bestücken und da konnte man dann was besorgen.
SWR1: Jeder große Künstler hat mindestens ein Weihnachtsalbum gemacht. Ich stelle es mir schwer vor, da neue Akzente zu setzen. Wie habt ihr versucht es etwas anders zu machen?
Mölling: Uns war wichtig, auch eine Message rüberzubringen. Es ist halt nicht alles schneeflockig und glänzend, sondern es gibt auch Schwierigkeiten in der Welt. Es gibt zu viel Krieg. Es gibt zu viel Diskriminierung, Rassismus und Ungleichheit. Wir haben auch Songs mit dabei, die das ausdrücken, und dass wir uns Besserung wünschen. Und wir haben natürlich auch eigene Songs mit dabei.