Der Bremer Komponist Uwe Rasch setzt sich in seiner Arbeit mit marginalisierten Personengruppen auseinander. Mit einer "Wachheit gegenüber sozial-normativen Vorgaben" fasst er in seinem jüngsten Werkzyklus die prekären Biografien in eine musikalische Form, die auf den Prinzipien des Spiels basiert. Konkret bezieht er sich auf das Brettspiel "Das Spiel des Lebens", das denjenigen Spieler zum Sieger kürt, der einen idealisierten Mittelstands-Lebensentwurf verfolgt und das größte Vermögen anhäuft.