Geheimnisvolle Kiezlegende
In geflickten Kleidern und abgelaufenen Pantoffeln schlurfte Martha E. durch Berlin-Schöneberg. Dabei war sie gar nicht arm, ihr gehörte angeblich ein ganzes Wohnhaus.
Ein Nazi soll es ihr im Zweiten Weltkrieg geschenkt haben. War Martha E. also Millionärin? Und was hat es mit dem Haus auf sich?
Diesen Fragen geht die Journalistin und Autorin Shelly Kupferberg in ihrem Roman „Stunden wie Tage“ nach. Wir sprechen mit ihr.
Geheimnisvolle Kiezlegende – Shelly Kupferberg über ihren Roman „Stunden wie Tage“
Neues vom Booker-Preisträger Douglas Stuart
In seinem dritten Roman „John of John“ entführt uns Douglas Stuart auf die Äußeren Hebriden. Dort in der rauen, windgepeitschten Landschaft leben Tweed-Weber wie Cal und sein Vater John. Cal begehrt Männer, doch das muss in der erzkonservativen, calvinistischen Gemeinde ein Geheimnis bleiben.
Mit seinem ersten Roman „Shuggie Bain“ hatte Douglas Stuart den Booker Prize gewonnen. „John of John“ wird angepriesen als Roman, „der nur alle fünfzehn Jahre“ vorkommt.
Wird er den Erwartungen gerecht?
„John of John” von Douglas Stuart: Verlorener Sohn kehrt auf Hebriden-Insel zurück
Vorbild Elena Ferrante?
Mit ihrem ersten Roman „Malnata“ landete Beatrice Salvioni einen Beststeller: In 35 Sprachen wurde das Buch übersetzt. Jetzt schreibt Beatrice Salvioni die Geschichte zweier ungleicher Freundinnen fort. „Malacarne“ heißt der neue Band, der in den 1940er Jahren spielt.
Die beiden Freundinnen Francesca und Maddalena gehen unterschiedliche Wege, um im italienischen Faschismus zu überleben. Von der Struktur her erinnert Salvionis Buchreihe an einen anderen Bestseller aus Italien:
„Meine geniale Freundin“ von Elena Ferrante. Wie nah Beatrice Salvioni tatsächlich an Ferrante ist und ob Band zwei an den Erfolg anknüpfen kann, besprechen wir mit der Literaturkritikerin Maike Albath.
Beatrice Salvioni setzt mit „Malacarne“ ihre Bestseller-Reihe fort
Zwischen Niedergang und Anarchie
Ein verrückter Trip nach Manchester, voll von jugendlichem Leichtsinn. Und 40 Jahre später eine Entscheidung, die eine Lebensfreundschaft verändert – davon erzählt Andrew O’Hagan in seinem Roman „Maifliegen“.
Das Buch startet als leicht nostalgische Erzählung und endet als ergreifende Freundschaftsgeschichte.
Zwischen Niedergang und Anarchie
Die nächste Pandemie kommt bestimmt!
Ein Virus mit dem niedlichen Namen „Dropsy“ hat die Welt in Claire Fullers Roman „Das Gedächtnis der Tiere“ heimgesucht. Er sorgt dafür, dass Menschen ihre Erinnerungen verlieren. Freiwillige, die sich für eine Impfstudie zur Verfügung stellen, harren in der Isolierstation einer Klink aus.
Claire Fullers „Das Gedächtnis der Tiere“ lässt uns Überleben – und Erinnern – neu denken.
Eine zerfallende Welt – Claire Fullers „Das Gedächtnis der Tiere“