Nach Jahren der Gewöhnung bemerken viele nicht mehr, wie die ständige Verfügbarkeit eines Smartphones ihr Leben verändert.
„Seit mindestens 2008 über- oder unterforderte es mich, dort zu sein, wo ich war“
bekennt hingegen der Erzähler in Ben Lerners Roman „Transkription“.
Die scheinbar beiläufige Beobachtung gewinnt existenzielle Tiefe in drei Episoden, in denen es um nicht weniger als die Frage geht, was Wirklichkeit ist und wie stark sie von elektronischen Geräten abhängt.
Der 1979 in Kansas geborene Autor schreibt aber keinen trockenen Essay, sondern findet eine sehr unterhaltsame Form, die Liebesgeschichte, Reisebericht und Campusroman in einem ist.