Forum

„Nur“ Symbolpolitik – Wie wichtig sind Gesten für die Demokratie?

Claus Heinrich diskutiert mit
Prof. Dr. Paula Diehl, Politikwissenschaftlerin, Universität Kiel
Jörg Lau, außenpolitischer Korrespondent, Die Zeit
Prof. Dr. em. Emanuel Richter, Politikwissenschaftler, RWTH Aachen

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Wenn der Kanzler weint, aber keine Angriffswaffen nach Israel schicken will. Wenn die Grenzen aufwändig kontrolliert, aber kaum illegale Einwanderer zurückgewiesen werden.
Wenn Politiker eine neue Nationalhymne fordern, die niemand gefordert hat. Dann ist das keine faktische, sondern symbolische Politik. Und die hat einen schlechten Ruf: sie gilt als substanzlos und mitunter gefährlich, weil sie Emotionen schürt, aber keine Probleme löst.

Aber kommt die internationale Politik ohne diplomatische Gesten wie den Kniefall von Willy Brandt aus? Und braucht nicht auch die Demokratie eingeübte Rituale? Wieviel Symbolisches braucht die Politik?

Bücher zur Sendung:
Paula Diehl, Das Symbolische, das Imaginäre und die Demokratie, Eine Theorie politischer Repräsentation, Nomos 2015, EURO 74,00
Jörg Lau, Worte, die die Welt beherrschen, Was die Phrasen der Außenpolitik wirklich bedeuten, Droemer Knaur 2025, EURO 18,00
Emanuel Richter, Demokratischer Symbolismus, Eine Theorie der Demokratie, Suhrkamp 2016, EURO 17,00

Erstmals publiziert am
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Autor/in
SWR