Als Frauen anfingen, den Männersport Fußball für sich zu entdecken – und zwar nicht als Zuschauerinnen, sondern als Spielerinnen – waren die vom Fußball begeisterten Männer nicht begeistert.
Mehr zum Frauenfußball
Wie Frauen für das Recht zu kicken kämpften Spiel gegen alte Rollen – Frauenfußball als Wegbereiter für Gleichstellung
Fußballerinnen mussten jahrzehntelang für das Recht auf ihren Sport kämpfen. Besonders im Südwesten feierten sie Erfolge, doch der Weg zur Gleichstellung ist noch weit.
Zeitwort 10.11.1982: Deutsche Fußball-Frauen gewinnen ihr erstes Länderspiel
Jahrelang hatte der DFB Frauenfußball verboten. Heute sind die Frauen zweimalige Welt- und achtmalige Europameisterinnen. Sie stehen an zweiter Stelle der FIFA-Weltrangliste.
2.7.1989 Meilenstein für "Damenfußball" – Deutsche Frauen gewinnen Fußball-EM
2.7.1989 | Reich werden die DFB-Spielerinnen nicht. Ihre Sieg-Prämie: Ein Kaffeeservice!
Die Welt musste sich in den 1980er Jahren noch an den Frauen-Fußball gewöhnen. Die erste EM gab es erst 1984, die erste WM sollte erst 1991 stattfinden. Das Bundesdeutsche Team nimmt 1989 zum ersten Mal an der Endrunde teil – und gewinnt gleich das Turnier. Mit dabei sind auch die späteren Bundestrainerinnen Silvia Neid und Martina Voss-Tecklenburg.
Trotz dieses Erfolges gibt es dazu nur sehr wenige Berichte in den ARD-Hörfunkarchiven. Das zeigt den niedrigen Stellenwert, den der "Damenfußball", wie er hieß, damals hatte. Die EM findet in der Bundesrepublik statt, das Finale am 2. Juli - einem Sonntag vormittag in Osnabrück. Immerhin wird es im Fernsehen übertragen.
Wir hören zunächst eine kurze Zusammenfassung nach dem gewonnenen Finale. Anschließend einen Hintergrundbericht von WDR-Sportreporter Alexander Bleick über die Situation des "Damenfußballs".