Bis in die frühen 90er Jahre hielt das Morden der RAF an, zu den prominentesten Opfern zählten 1989 der Vorstandssprecher der „Deutschen Bank“ Alfred Herrhausen und 1991 der Chef der „Treuhand-Anstalt“ Detlev Karsten Rohwedder.
30.11.1989 Mord an Alfred Herrhausen
30.11.1989 | Eine Bombe tötet den Vorstandssprecher der Deutschen Bank, Alfred Herrhausen. Die RAF bekennt sich zur Tat. Doch bis heute konnten die Täter nicht ermittelt werden. Alfred Herrhausen war ein untypischer Bankchef, der sich der Öffentlichkeit stellte, sich in Osteuropa engagierte und für einen Schuldenerlass gegenüber afrikanischen Ländern warb. Auch war er ein persönlicher Vertrauter des damaligen Bundeskanzlers Helmut Kohl.
30.11.1989 Nachruf auf Alfred Herrhausen
30.11.1989 | Am Tag der Ermordung des Deutsche-Bank-Chefs Alfred Herrhausen: ein Nachruf von Sibylle Krause-Burger (SDR).
27.6.1993 Schusswechsel mit RAF-Terroristen im Bahnhof Bad Kleinen
27.6.1993 | Spezialkräfte der GSG 9 nehmen Birgit Hogefeld fest, doch Wolfgang Grams tötet den GSG-9-Beamten Michael Newrzella und begeht dann Suizid.
20.4.1998 RAF gibt Auflösung bekannt
20.4.1998 | Die Rote Armee Fraktion (RAF) war jahrzehntelang der Inbegriff des Links-Terrorismus. Nach vielen Morden, Entführungen und Anschlägen in den 1970ern und 1980ern und mindestens zwei Generationswechseln an der Spitze der Gruppe wurde es in den 1990er-Jahren still um die RAF – so still, dass es fast eine Überraschung ist, als die RAF am 20. April 1998 in einem förmlichen Schreiben ihre Auflösung bekannt gibt mit den Worten: "Die Stadtguerilla in Form der RAF ist nun Geschichte."
1972 bis 1989 Die RAF und der Deutsche Herbst
Der Herbst 1977 war eine düstere Zeit – geprägt vom Terror der RAF. Der Deutsche Herbst hatte eine lange Vor- und Nachgeschichte.