Sechs Auszeichnungen für „One Battle After Another“

Oscars 2026: Wenig Überraschungen und vereinzelt leise Trump-Kritik

Der schwarzhumorige Politthriller „One Battle After Another” ist mit sechs Auszeichnungen der große Gewinner der Oscar-Nacht 2026. Unter den Preisträgern befinden sich auch zwei Produktionen, an denen ZDF und Arte beteiligt waren.

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Stand

Von Autor/in Dominic Konrad

Oscar-Preisträger*innen 2026: Produzentin Sara Murphy und Paul Thomas Anderson
Sechs Auszeichnungen für „One Battle After Another“: Produzentin Sara Murphy und Regisseur Paul Thomas Anderson können sich über die Trophöen in den Kategorien bester Film, beste Regie, bestes adaptiertes Drehbuch, bester Nebendarsteller, bestes Casting und bester Schnitt freuen. ZUMA Press Wire

Gewinner des Abends: „One Battle After Another”

Die 98. Academy Awards boten eine Oscar-Nacht ohne große Eklats und mit nur wenig wirklich erinnerungswürdigen Momenten.

Mit sechs Oscars wurde die Politthriller-Komödie „One Battle After Another“ zum Gewinner des Abends. Der Film, der zuvor auch bei den Golden Globes und den großen US-Kritikerpreisen ausgezeichnet worden war, gewann unter anderem den Preis für den besten Film. Paul Thomas Anderson wurde zudem für die beste Regie und das beste Drehbuch geehrt.

Schauspieler Sean Penn konnte seinen Preis als bester Nebendarsteller in Andersons Film nicht persönlich entgegennehmen. Es ist der dritte Oscar für Penn nach den Hauptdarsteller-Preisen für „Mystic River“ (2004) und „Milk“ (2009).

Vier Oscars für „Blood & Sinners“

Als ungewöhnlicher Favorit war „Blood & Sinners“ ins Rennen um die goldenen Trophäen gegangen. 16 Nominierungen hatte der Schwarze Südstaaten-Vampirfilm erhalten – mehr als je ein anderer Film in der Geschichte der Oscars.

Doch der Underdog-Siegeszug, der 2023 „Everything Everywhere All At Once“ gelungen war, blieb diesmal aus. Letztlich gewinnen konnte „Blood & Sinners“ nur vier Preise, darunter immerhin die prestigeträchtigen Auszeichnungen für das beste Originaldrehbuch, den besten Hauptdarsteller und die beste Kamera. Mit Autumn Durald Arkapaw ging der Preis erstmals an eine Kamerafrau.

Oscar-Preisträger*innen 2026: Jessie Buckley (Hamnet, beste Hauptdarstellerin), Michael B. Jordan (Blood & Sinners, bester Hauptdarsteller), Amy Madigan (Weapons, beste Nebendarstellerin)
Michael B. Jordan (Mitte) durfte den Oscar als bester Hauptdarsteller für „Blood & Sinners“ entgegennehmen. Jessie Buckley (links) wurde für die Rolle als Shakespeares trauernde Frau in „Hamnet“ als beste Hauptdarstellerin geehrt, Amy Madigan (rechts) als beste Nebendarstellerin für „Weapons“. UPI Photo

Michael B. Jordan schlägt Timothée Chalamet im Hauptdarsteller-Match

Mit dem Oscar als bester Hauptdarsteller wurde der 39-jährige Schauspieler Michael B. Jordan für seine exzellente Darbietung in „Blood & Sinners“ geehrt. Seine Oscar-Chancen waren in den vergangenen Tagen bei den Buchmachern deutlich gestiegen, nachdem Timothée Chalamet mit unbedachten Kommentaren zum Wert von Oper und Ballett in die öffentliche Kritik geraten war.

Sowohl Moderator Conan O’Brien als auch Oscar-Gewinner Alexandre Singh (bester Kurzfilm) griffen die Debatte auf. Der 30-jährige Schauspieler war für seine Leistung in „Marty Supreme“ zum dritten Mal für den Oscar nominiert worden.

Schauspieler Timothée Chalamet bei einer "Marty Supreme"-Premiere, Dezember 2025

Porträt des US-Schauspielers Timothée Chalamet in „Marty Supreme“: Der Junge mit Chuzpe

In „Marty Supreme“ zeigt Timothée Chalamet sein volles schauspielerisches Repertoire.

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Verhaltene politische Statements

Bereits in seiner Eröffnung warnte Moderator Conan O’Brien, dass die diesjährigen Oscars politisch werden könnten. Dennoch verlief die Preisverleihung ohne größere Zwischenfälle. O’Brien selbst bemerkte die „chaotischen Zeiten“ und erinnerte daran, dass Filmschaffende aus 31 Nationen nominiert seien und Film eine internationale Kunstform sei.

Auch einen scharfen Seitenhieb auf die Epstein-Ermittlungen erlaubte sich der Moderator, als er bemerkte, dass in diesem Jahr keine britischen Darstellenden für die Schauspiel-Preise nominiert waren: „Immerhin verhaften sie ihre Pädophilen“.

Oscars 2026: Host Conan O'Brien
Host Conan O'Brien warnte zu Beginn der Preisverleihung, dass die diesjährigen Oscars potenziell politisch aufgeladen sein könnten. Die Statements der Preisträger*innen blieben jedoch wenig kritisch. Avalon.red

Schauspieler Javier Bardem, der mit Priyanka Chopra den Preis für den besten internationalen Film präsentierte, forderte das Ende der Kriegshandlungen und solidarisierte sich mit Palästina.

Auch Moderator Jimmy Kimmel, der die Verkündung der Dokumentarfilm-Preise übernahm, übte Kritik an der schwindenden Meinungsfreiheit in den USA: Er strengte einen Vergleich zwischen Nordkorea und dem Sender CBS an, der wegen der Absetzung der „Late Show“ des Trump-Kritikers Stephen Colbert in die Kritik geraten war. Zudem spottete Kimmel über die 40 Millionen Dollar teure Amazon-Doku über First Lady Melania Trump.

Erste Oscar-Preisträgerin für bestes Casting: Cassandra Kulukundis
Cassandra Kulukundis durfte den ersten Oscar für die beste Castingregie im Film „One Battle After Another“ entgegennehmen. Cinema Publishers Collection

Cassandra Kulukundis erhält ersten Casting-Oscar

Erstmals wurde in der fast 100-jährigen Geschichte der Academy Awards ein Preis für Castingregie vergeben. Über die Auszeichnung durfte sich Cassandra Kulukundis freuen, die den Preis für das Casting von „One Battle After Another“ bekam.

In der Vergangenheit zeichnete die Castingregisseurin unter anderem für Filme wie „There Will Be Blood“ (2007), „Her“ (2013) und den Best-Picture-Gewinner „The Brutalist“ (2024) verantwortlich.

Die Casting-Direktorin Debbie McWilliams mit Jury beim Tokio International Film Festival (TIFF)

Casting als „Frauenberuf“ Neue Casting-Kategorie bei den Oscars: Die Karrieremacherinnen

Sie vermitteln zwischen Schauspiel und Regie und werden dabei gern übersehen: Casting Directors. Nun wird ihr Können bei den Oscars gewürdigt. Fünf Namen, die die Filmwelt prägten.

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Billy Crystal und Barbra Streisand erinnern an Rob Reiner und Robert Redford

Im vergangenen Filmjahr verabschiedete sich Hollywood von einigen der ganz Großen der Branche. Entsprechend emotional zollte die Academy den Verstorbenen Tribut.

Schauspieler und Moderator Billy Crystal erinnerte an seinen Freund, Regisseur Rob Reiner, und dessen Frau Michele Singer Reiner. Beide waren am 14. Dezember 2025 in ihrem Haus in Los Angeles ermordet aufgefunden worden. Als mutmaßlicher Täter gilt ihr gemeinsamer Sohn Nick Reiner. Gemeinsam mit anderen Wegbegleitern Reiners zollte Crystal dem Regisseur Tribut, darunter auch Meg Ryan, die neben Billy Crystal die weibliche Hauptrolle in „Harry und Sally“ spielte.

Oscars 2026: Wegbegleiter des ermordeten Regisseurs Rob Reiner nehmen Abschied
Emotionaler Moment: Auf der Bühne der Oscars verabschieden sich Wegbegleiter Rob Reiners vom Regisseur von „Harry und Sally“, „Die Braut des Prinzen“ und „Misery“. Unter ihnen: Billy Crystal, Meg Ryan, Kiefer Sutherland, Demi Moore, Kathy Bates und Annette Bening. UPI Photo

Schauspielerin Rachel McAdams ehrte die verstorbenen Schauspielerinnen Claudia Cardinale, Catherine O’Hara und Diane Keaton. Letztere hatte 1978 einen Oscar für ihre Darbietung in „Annie Hall“ gewonnen.

In einer weiteren persönlichen Erinnerung würdigte Barbra Streisand ihren Freund und Schauspiel-Kollegen Robert Redford als einen „intellektuellen Cowboy“ in Hollywood. 1973 spielte sie an seiner Seite in „So wie wir waren“ („The Way We Were“). Streisand sang in Gedenken an Redford eine Passage aus dem Titelsong des Films.

USA
Robert Redford 1976 im Belle Meade Theater

Zum Tod des Filmgiganten Hollywoods ewiger Sunnyboy: Die großen Filme des Robert Redford

Er galt als schönster Mann Hollywoods, feierte Erfolge als Schauspieler und triumphierte als Regisseur: Filmlegende Robert Redford ist im Alter von 89 Jahren gestorben.

Seltener Oscar-Moment: Doppel-Sieg in der Kurzfilm-Kategorie

Die Kategorie Bester Kurzfilm hatte in diesem Jahr zwei Gewinner: „The Singers“ von Sam A. Davis und Jack Piatt und „Deux personnes échangeant de la salive“ von Natalie Musteata und Alexandre Singh erhielten gleich viele Stimmen der Academy-Mitglieder.

In den 98 Oscar-Jahrgängen ist dies erst sieben Mal geschehen. 1932 gewannen sowohl Fredric March als auch Wallace Beery für ihr Schauspiel in „Dr. Jekyll und Mr. Hyde“ und „Der Champ“. 1968 teilten sich Katharine Hepburn und Barbra Streisand die Auszeichnung für „Der Löwe im Winter“ und „Funny Girl“. Den letzten Gleichstand gab es 2012 in der Kategorie Sound-Editing.

Zwei Produktionen von ZDF und Arte ausgezeichnet

Deutschlands Oscar-Kandidat – „In die Sonne schauen“ von Regisseurin Mascha Schilinski – erhielt in diesem Jahr keine Nominierung. Der Preis für den besten internationalen Film ging dennoch an eine deutsche Koproduktion mit Beteiligung von ZDF und Arte: Joachim Triers starbesetzter Film „Sentimental Value“ war mit insgesamt neun Nominierungen von Norwegen ins Rennen geschickt worden.

Ebenfalls unter Beteiligung von ZDF und Arte produziert wurde der Dokumentarfilm-Gewinner „Ein Nobody gegen Putin“. Die deutsch-dänisch-tschechische Koproduktion ist aktuell in der Arte-Mediathek verfügbar.

Leonardo di Caprio als Bob Ferguso in einer Szene des Films "One Battle After Another" fährt in einem Auto durch eine Wüste in den Vereinigten Staaten.

Ein Film, entstanden aus Bildern im Kopf: "One Battle After Another" mit Leonardo DiCaprio

Der Regisseur Paul Thomas Anderson sagt, er habe gar keine Geschichte, sondern nur Bilder im Kopf gehabt. Daraus ist "One Battle After Another" entstanden. Kann das funktionieren?

Ein Still aus "Sinners" (2025)

Score Snacks – Der Filmmusik-Podcast Blood and Sinners – Bluessaugende Vampire

Ein Score als lebendiges Geschichtsbuch. Die Musik in "Blood and Sinners" von Ludwig Göransson erzählt Geschichten von Identität, kultureller Aneignung, Macht und Magie. Malte erzählt euch in dieser Folge Score Snacks was der Delta-Blues, irische Volksmusik und Metal damit zu tun haben.

Film: Blood and Sinners (2025)
Regie: Ryan Coogler
Musik: Ludwig Göransson, Miles Caton, Jack O’Connell, Lola Kirke, Peter Dreams, Brian Dunphy, Darren Holden, Ed Lewis

Host: Malte Hemmerich 
Autorin dieser Folge: Frieda Krukenkamp
Produktion: Malte Hemmerich, Michael Bast
Redaktion: Henriette Schreurs, Chris Eckardt und Jakob Baumer  
Assistenz: Anika Knoch

„Marty Supreme“ von Josh Safdie

Neun Oscar-Nominierungen „Marty Supreme“ – Timothée Chalamet in Tischtennis-Bestform

Vom Schuhverkäufer zum Tischtennis-Star – „Marty Supreme“ entpuppt sich als irrwitzige Odyssee eines Überlebenskünstlers, der auf der Jagd nach seinem Lebenstraum alles riskiert.

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„Hamnet“ von Chloé Zhao

Oscar für beste Hauptdarstellerin Jessie Buckley „Hamnet“ von Chloé Zhao – Die Trauer von Shakespeares Familie um ihr totes Kind

1596 starb William Shakespeares elfjähriger Sohn Hamnet. Regisseurin Chloé Zhao („Nomadland“) erzählt in „Hamnet“ eine hochemotionale Geschichte über die Trauer der Eltern.

SWR Kultur am Samstagnachmittag SWR Kultur

 Mia Goth als Elizabeth und Oscar Issac als Victor Frankenstein in "Frankenstein" (2025).

Drei Oscars für Guillermo del Toros Verfilmung Frankenstein in der Filmgeschichte: Vater, Monster, Kind

Guillermo del Toros „Frankenstein“ erzählt wieder von einem empfindsamem Monster und zeigt: Mary Shelleys Kreatur spiegelte stets gestörte Familien- und Geschlechterrollen.

Ein Filmstill aus "KPop Demon Hunters" (2025)

Oscar für besten Filmsong und besten Animationsfilm KPop Demon Hunters – Unperfekt perfekt

Die KPop-Gruppen Huntrix gegen die Saja Boys, Mädchen gegen Jungs, Jägerinnen gegen Dämonen. Aber es ist doch nicht so einfach. Malte schaut sich die Musik aus dem gehypten Film "KPop Demon Hunters" genauer an und fragt sich: Kann perfekte KPop-Musik uns vermitteln, dass wir alle nicht perfekt sind?

Film: KPop Demon Hunters (2025)
Regie: Maggie Khang, Chris Appelhans
Musik: Ejae, Audrey Nuna, Rei Ami, Joong Gyu Kwak, Yu Han Lee, Hee Dong Nam, Jeong Hoon Seo, Park Hong-Jun, Mark Sonnenblick, Ido, 24, Teddy, Vince, Kush, Danny Chung, 24, Dominsuk, Jenna Andrews, Stephen Kirk, Daniel Rojas, Marcelo Zarvos, Andrew Choi, Neckwav, Danny Chung, Kevin Woo , Samuil Lee, ido, Luis Fonsi, Erika Ender, Ramón Luis Ayla Rodriguez, Daddy Yankee, Luca-Dante Spadafora, Niclas Dee, Octavian, Peter Plate, Ulf Leo Somer, Daniel Faust

Host und Produktion: Malte Hemmerich 
Autorin dieser Folge: Frieda Krukenkamp  
Redaktion und Sprecherin: Henriette Schreurs
Redaktion: Chris Eckardt und Jakob Baumer  
Assistenz: Anika Kiechle

Schauspieler und Hollywood-Start Timothée Chalamet

Glosse Timothée Chalamet hat recht: Kloppt Oper und Theater in die Tonne!

Hollywood-Star Timothée Chalamet will nicht für Oper oder Ballett arbeiten. Weltweit fanden das Opern und Theaterhäuser ziemlich daneben. Warum eigentlich, fragt Wilm Hüffer in seiner Glosse.

SWR Kultur am Abend SWR Kultur

Close up von vielen Oscar-Stauen

Score Snacks – Der Filmmusik-Podcast Oscar-Special: Krasse Klänge und alte Bekannte – Wer holt die Filmmusik-Krone?

Es ist wieder Oscar-Zeit! Malte hört sich alle 2026 nominierten Filmmusiken an und kann viel berichten: Der eine Score überzeugt mit nur einer Note, bei einem anderen vertraut man voll auf emotionale Streicherpower. Und: Es gibt tatsächlich wieder Experimente!

Unser Podcast-Tipp der Woche: Kino Kompakt (https://www.ardsounds.de/sendung/kino-kompakt/urn:ard:show:12e9a56f92cb572b/)

Filme: One Battle after Another, Bugonia, Frankenstein, Hamnet
Regie: Paul Thomas Anderson, Yorgos Lanthimos, Guillermo del Toro, Chloé Zhao
Musik: Jonny Greenwood, Jerskin Fendrix, Max Richter, Alexandre Desplat

Hier geht's direkt zu den erwähnten Folgen:
The Brutalist: https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:2224c8f3ad56b9e2/
Blood & Sinners: https://www.ardsounds.de/episode/urn:ard:episode:6f8ea67f41d760e7/

Autor und Host: Malte Hemmerich
Redaktion und Sprecherin: Henriette Schreurs
Produktion: Malte Hemmerich und Michael Bast
Assistenz: Anika Knoch

Teyana Taylor mit Golden Globe für ihre Nebenrolle in dem Film "One Battle After Another"

Golden Globes 2026: ”One Battle After Another” und “Adolescence“räumen ab

In Los Angeles sind in der Nacht zum 83. Mal die Golden Globes verliehen worden. In den Fernsehkategorien lag die Serie „Adolescence“ mit vier Preisen vorne. Ebenfalls vier und damit die meisten Golden Globes holte der Film „One Battle After Another“.
In One Battle After Another spielt Leonardo DiCaprio einen linksextremen Revolutionär, der im Alter von seiner Vergangenheit eingeholt wird. Der Film von Paul Thomas Anderson gewann in den Kategorien: Beste Comedy, beste Regie, bestes Drehbuch, außerdem wurde Teyana Taylor als beste Nebendarstellerin ausgezeichnet.
Bestes Drama wurde der Shakespeare-Film Hamnet.
Für seine Hauptrolle im Film „Marty Supreme“ gewann Timothée Chalamet seinen ersten Golden Globe, genau wie die Australierin Rose Byrne, für ihre Rolle im Comedy-Drama „If I Had Legs I'd kick you“. Sie setzte sich gegen Hollywood-Stars wie Emma Stone oder Kate Hudson durch – die einzige kleine Überraschung des Abends.
Die britische Serie Adolescence hat in vier TV-Kategorien gewonnen. Es geht um einen 13-Jährigen, der verdächtigt wird, einen Klassenkameraden umgebracht zu haben.
Zum ersten Mal wurde bei den Golden Globes auch ein PODCAST ausgezeichnet. Gewonnen hat „Good Hang“ – ein Comedy- und Interviewpodcast der US-Schauspielerin Amy Poehler.
Politische Kommentare gab es bei der Verleihung in Los Angeles kaum. Der Schauspieler Mark Ruffalo und andere trugen allerdings Button mit der Aufschrift „Be Good“. Ein Protest gegen die US-Einwanderungsbehörde ICE. Nachdem ein ICE-Beamter letzte Woche die 37-jährige Renee Good erschossen hatte.
Bei den Golden Globes haben rund 400 Film- und Entertainment-Journalisten aus der ganzen Welt darüber abgestimmt, wer in den 28 Kategorien gewinnt.
Die Verleihung der Golden Globes ist für die Filmindustrie eine wichtige Etappe auf dem Weg zu den Oscars. In dieser Woche stimmen die Mitglieder der US-Film-Akademie darüber ab, wer für Oscars nominiert wird

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
Dominic Konrad
Dominic Konrad, Autor und Redakteur bei SWR Kultur und SWR Musik
Das Gespräch führte
Frauke Oppenberg
Gespräch mit
Reinhard Spiegelhauer