Bürokratie, Hektik, mehr Betreuungsbedarf in der Kita – Anke ist Erzieherin und will etwas verändern

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Seit meinem Burnout ist es mir superwichtig, diese Entspannungslehre in die Kitas zu bringen.

Für Anke war schon immer klar: „Ich werde mal in der Kita arbeiten.“ Die Arbeit mit Kindern hat sie interessiert und im Arbeitsumfeld hat sie sich wohlgefühlt. Doch zwei Punkte haben sich über die Zeit verändert: Anke hat den Job zunehmend als hektisch empfunden. Zu viel Bürokratie und mehr Kinder mit erhöhtem Betreuungsbedarf bei gleicher Anzahl von pädagogischen Fachkräften.

„Ich habe das immer mit nach Hause genommen, dass ich den Kindern einfach nicht alles geben konnte.“

Der zunehmende Stress führt dazu, dass ihr Körper an seine Grenzen kommt. Anke kann plötzlich einfache Dinge nicht mehr erledigen und sich nicht mehr um ihre eigenen Kinder kümmern. Sie weist sich selbst in eine Klinik ein. Dort wird sie aber direkt wieder entlassen, da ihr die Ärzte mitteilen, dass alles stressbedingt sei. „Ich habe mich auf der einen Seite total hilflos gefühlt und auf der anderen Seite war da so eine Kraft, dass wenn ich das beendet habe, ich anderen Menschen helfen kann.“

Ein Therapieplatz wird erst nach 1,5 Jahren frei. Anke entschließt sich daher, bei einer Heilpraktikerin Hilfe zu suchen. „Ich war damals schon ausgebildete Entspannungstherapeutin. Und habe erstmal gar nicht verstanden, warum mir das passiert ist. Ich kenne doch eigentlich alles, habe es aber selber für mich gar nicht so praktiziert. Ich habe dann schrittweise angefangen, Entspannungstechniken zu machen.“

Für Anke war es ein langer Weg, mit vielen Erfahrungen. „Aber daraus ist auch wieder was Neues gewachsen.“

Nie wieder Kita?

Das Stresslevel konnte Anke nach und nach wieder senken. Heute hat sie wieder Freude an ihrem Job. Verändert hat sich trotzdem etwas: „Ich hatte schon immer den Drang, mit Vorschulkindern zu arbeiten und die Entspannungslehre mit in die Kitas zu nehmen.“ Heute gibt sie Entspannungskurse und betreut in der Kita nur noch kleine Gruppen an Vorschulkindern. Dadurch kann sie ein neues Konzept in die Kita bringen und die Kolleginnen und Kollegen entlasten.

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