Hausarzt verschenkt Praxis: Wolfgang findet keine Nachfolge

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Von Autor/in Ruben Moratz, Tim Kukral

Ich bin jetzt so weit, dass ich Anzeigen geschaltet habe: Ertragsstarke Allgemeinpraxis zu verschenken.

Niemand will die Praxis übernehmen 

Wolfgang ist verzweifelt. Seit fast 40 Jahren ist er als Hausarzt in Ochsenhausen tätig und möchte eigentlich schon seit mehreren Jahren in die Rente. Aber er findet einfach niemanden, der seine Praxis übernehmen will. Mittlerweile ist der 69-jährige sogar so weit, dass er die Praxis verschenken würde. Hauptsache es findet sich jemand, der seine Arbeit fortführen möchte und sich um seine Patienten und Patientinnen kümmert. Dabei hat die Praxis sogar einiges an Wert. 

Vor fünf Jahren habe ich ein sehr teures Gutachten machen lassen von einem Professor von der Uni Ulm. Der hat die Praxis auf 180000€ geschätzt, als Mittelwert.

Hausärztliche Versorgung in Gefahr 

Seine Patienten und Patientinnen machen sich ebenfalls Sorgen, wer sie in Zukunft betreuen soll. „Ich mach mir da schon viele Gedanken. Denn man weiß ja auch gar nicht, wo man dann hingehen soll. Und wir kennen uns auch schon sehr lange. Ich bin schon lange Patientin“, erklärt eine von Wolfgangs Patientinnen.  

Aus der Not heraus, hat sich Wolfgang mit anderen Ärzten und Ärztinnen zusammengeschlossen, die er teilweise aus dem Ruhestand geholt hat, um in seiner Praxis weiterhin alle versorgen zu können. Denn einfach zu schließen ist für ihn nach der all den Jahren keine Option: „Nach fast 40 Jahren sind sie so verwachsen mit den Leuten. Ich bringe das nicht übers Herz.“ 

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