Amal kocht für das interkulturelles Fastenbrechen in Ingelheim

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Von Autor/in Theresia König

  Alle meine Freunde habe ich eingeladen und sie sind gekommen. Verschiedene Leute aus verschiedenen Kulturen, aber wir sind alle in einem Team und das ist Fastenbrechen im Ramadan.

Amal engagiert sich ehrenamtlich in einem somalischen Verein, mit dem sie am interkulturellen Fastenbrechen der Stadt Ingelheim teilnimmt. Zum Fastenmonat Ramadan werden hier Bräuche aus der Türkei, Kirgisistan, Syrien und Somalia vorgestellt und durch ein interkulturelles Buffet begleitet. Für Amal steht die Gemeinschaft im Ramadan ganz vorne:

Das Fastenbrechen ist wichtig, weil das ist Zeit mit Freunden, Familie und Nachbarn.

Für die Gäste hat Amal mit ihrer Gruppe traditionelle somalische Teigtaschen gekocht. 140 von den sogenannten Sambusas, bereitet sie dafür tagsüber mit ihrer Gruppe vor. Gelernt hat sie die Zubereitung von ihrer Mutter, als sie sieben Jahre alt war. Als gläubige Muslimin, isst und trinkt sie tagsüber während des Fastens nichts und verzichtet deshalb auf das Abschmecken. Das Würzen der Füllung hat sie verinnerlicht.

Dass sie einmal Schriftführerin in einem Verein wird und sich in Ingelheim engagiert, daran hat sie zu Beginn nicht geglaubt. „Ich habe gedacht, ich bin eine geflüchtete Frau, ich kann nicht so etwas machen. Ich bin nicht gut und so etwas.“  Vor neun Jahren ist Amal von Somalia nach Deutschland geflüchtet. Hier anzukommen, fiel ihr zunächst schwer. Sie war auf sich allein gestellt und hatte weder Familie noch Freunde. Sie lernt Deutsch, kann auch beruflich an ihrem somalischen Abschluss anknüpfen und zieht ihren Sohn allein groß. „Mit Ingelheimer Leuten, Freunden und Nachbarn habe ich das geschafft. Das ist mein neues Leben hier in Ingelheim.“ Für sie ist die Teilnahme am Fastenbrechen ein wahrgewordener Traum:

Ich habe lange gewartet, dass ich zusammen mit meiner Community einmal bei diesem Fastenbrechen dabei sein kann. Und heute bin ich sehr glücklich.

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Talisa Frenschkowski
Autor/in
Theresia König