Nierenspenden gegen ärztlichen Rat

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Von Autor/in Jan Teuwsen, Anna Pöhler

Ich hatte eine Nierenleistung von 14 %. Das ist ein schleichender Prozess, den merkt man erst gar nicht. Aber Sie haben letzten Endes immer weniger Energie.

Seit 43 Jahren sind Karl-Josef und Gertrud verheiratet, jetzt sind sie noch enger miteinander verbunden, nachdem er ihr seine Niere gespendet hat. „Das war für mich schwierig, sie leiden zu sehen.“. Gertrud hat eine Erbkrankheit, bei der sich Zysten in der Niere bilden, die das Organ nach und nach zerstören. Mit Sport und guter Ernährung hat sie eine unumgängliche Transplantation einige Jahre hinausgezögert, aber als sie 62 Jahre alt war, war klar: Sie braucht eine Spenderniere.

Karl-Josef will unbedingt eine Niere spenden

Ihr Mann will spenden, darf aber nicht. Damals wiegt Karl-Josef 130 Kilogramm, sein Arzt rät von einer Transplantation ab. Aber er will seiner Frau unbedingt helfen und stellt sein Leben auf den Kopf, mithilfe einer Ernährungsberaterin und seiner Frau. Außerdem fängt er an, Sport zu treiben – leider zu viel. Einmal bricht er sogar zusammen. Auch diverse Medikamente lassen seine Blutwerte schlecht aussehen, sodass sein Arzt immer noch nicht zu. „Sie war am Weinen und ich habe gesagt: ‚Können wir da nicht noch was machen?‘ Und dann hat der Arzt sich dazu entschlossen, mich auf den Kopf zu stellen.“

Ein Happy End für Gertrud und Karl-Josef

Es gelingt: Karl-Josef kann die Medikamente absetzen und endlich seine Niere spenden. „Ich bin stolz darauf, dass sie jetzt mit meiner Niere glücklich ist.“ Den beiden steht jetzt nichts mehr im Weg, endlich können sie ihrem großen Hobby, dem Reisen, wieder nachgehen.

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