Hessische Bergstraße

Chiara Fischer

Teilen

Stand

Auch wenn sie nicht in einer Winzerfamilie aufgewachsen ist, kam Chiara Fischer schon früh mit Wein in Berührung: Weinreisen, Wanderungen durch die Weinberge und Besuche von Straußwirtschaften gehörten ganz selbstverständlich zum Familienleben.

Aus der anfänglichen Begeisterung entstand bald ein echtes Weininteresse, so dass sie ihr Wissen über den Weinbau, seine Geschichte und Herstellung in Schulungen und Praktika vertiefte. Beruflich entschied sie sich zwar für einen anderen Weg und studierte an der Technischen Universität Darmstadt Gymnasiallehramt mit den Fächern Chemie und Sport. Doch der Wein nimmt für die 24-Jährige bis heute einen wichtigen Platz in ihrem Leben ein.

Wein steht für gelebte Gemeinschaft

Sie hält immer noch Weinproben in der örtlichen Winzergenossenschaft und möchte als Bergsträßer Gebietsweinkönigin zeigen, wie vielfältig der Weinbau tatsächlich ist. Wein ist für sie weit mehr als ein alkoholisches Getränk – er steht für Handwerk, familiengeführte Betriebe und gelebte Gemeinschaft.

„Das Amt hat mir die Möglichkeit eröffnet, die Menschen und den Weinbau vor Ort aus einer ganz neuen Perspektive kennenzulernen“, sagt sie. Besonders stolz ist sie darauf, ihre Tätigkeit als Referendarin mit dem Ehrenamt der Gebietsweinkönigin verbinden zu können.

„Chancen muss man ergreifen, denn oft bereut man die, die man nicht genutzt hat“, lautet ihr persönliches Lebensmotto. Deshalb freut sie sich besonders, nun die Chance zu haben, für das Amt der Deutschen Weinmajestät zu kandidieren. „Als Deutsche Weinmajestät möchte ich zeigen, dass Wein kein Expertenwissen voraussetzt. Wein soll unkompliziert, nahbar und für alle zugänglich sein, die sich für Wein, seine Herkunft und die Menschen dahinter interessieren“, sagt Chiara Fischer.

Besonders wichtig ist ihr, die Wertschätzung für das Kulturgut Wein und die einzigartige Kulturlandschaft zu stärken sowie neue Zielgruppen durch moderne Veranstaltungsformate und authentische Kommunikation in den sozialen Medien zu erreichen. Dabei soll das Amt seine größte Stärke behalten: den direkten Austausch mit Menschen. Die Groß-Umstädterin spricht fließend Englisch und verfügt über Grundkenntnisse im Italienischen. Sie begeistert sich schnell für neue Themen und versteht es, andere mit ihrer Begeisterung anzustecken. Für ihre positive, empathische und zuverlässige Art wird sie sehr geschätzt.

Junge Lehrerin begeistert sich für Naturwissenschaften

Auch Sport ist ein fester Bestandteil ihres Lebens. Besonders geprägt haben sie der Gardetanz und die Leichtathletik, daneben fährt sie gern Ski, schwimmt und verbringt viel Zeit in der Natur. Als Naturwissenschaftlerin würde sie sich gern mit Marie Curie austauschen. Die Nobelpreisträgerin fasziniert sie als Wissenschaftlerin und Wegbereiterin für Frauen in der Forschung. „Mit ihr würde ich mich gerne darüber unterhalten, wie Wissenschaft unseren Alltag bereichert und welche faszinierenden chemischen Prozesse hinter der Weinbereitung stecken“, sagt die junge Frau. Langfristig möchte sie als Lehrerin junge Menschen für Naturwissenschaften begeistern und gleichzeitig der Weinbranche eng verbunden bleiben.

Quelle: DWI

Erstmals publiziert am
Stand
Autor/in
SWR