Wohnen extrem: So verrückt wohnen Menschen im Land
Ingrid und Klaus Renz sind von einer 120 Quadratmeter Atelier-Wohnung in eine 60 Quadratmeter Wohnung nach Fellbach gezogen. Ihr Zuhause haben sie somit halbiert, aber sich dennoch mit viel Liebe eine kleine Wohlfühloase eingerichtet.
In Seelbach im Schwarzwald gibt es ein ganzes Baumhaus-Dorf: Mehrere Häuser stehen erhöht auf dicken Stämmen und sind ausgestattet wie Ferienwohnungen. Wie sich so ein Aufenthalt anfühlt, zeigen wir in unserem "Ferienwohnen extrem."
Auf der Bader Alm bei Oppenau-Ibach geht es Mariano Bosch nicht nur darum, wie er seine Feriengäste bettet, sondern auch darum, wie er sie badet. Ja, richtig gelesen. Fichtenbäder, wie anno dazumal mit einer ordentlichen Portion Klamauk, gehören hier zum Urlaubsevent dazu. „Ferien wohnen extrem“ eben – in einem abgelegenen Schwarzwaldtal.
Für die Freiburger ist es das Sommer-Highlight, für Bademeister Michael Lorenz ist es auch sein Zuhause. Seit vielen Jahren wohnt er über dem Kassenhäuschen im Freiburger Strandbad. Er hat nicht nur den besten Blick über das historische Bad, sondern auch große Wiesen und Swimmingpools direkt vor der Haustür.
1943 wurde das Schloss Mauren bei Ehningen von Bomben fast vollständig zerstört – nur die Grundmauern und der alte Schlossgarten blieben übrig. Eine Ruine, die jahrzehntelang vor sich hinschlummerte, bis Familie Krohmer eine ungewöhnliche Idee hatte: Warum nicht auf den historischen Mauern etwas völlig Neues bauen? Herausgekommen sind zwei Wohnwürfel aus Glas und Stahl, die sechs Meter über dem alten Schlossgut schweben. Alt trifft Neu, Geschichte trifft Zukunft.
Jutta Leyendecker wohnt seit 50 Jahren in Grötzingen bei Karlsruhe in einem Haus, das es so sicherlich nicht nochmal gibt. Ein altes Künstlerhaus, mit riesigem Atelier, überall Gemälde und Kunst. Rund 260 Quadratmeter denkmalgeschützte Kunstgeschichte.
Versteckt im Hinterhof, mitten in Stuttgart, wohnt Familie Obermaier. Die hat die ehemalige Bonbonfabrik aufgestockt und wieder neu zum Leben erweckt. In dem Mehrgenerationenhaus befinden sich neben dem Büro und der Wohnung des Großvaters auch die Familienwohnung für Stephan Obermaier, seine Frau und zwei Töchter.
Ein Haus am Steilhang mit vielen Treppen und viel Beton: Gemeinsam mit ihrem Mann ist Eva Schülen wieder in ihr Elternhaus im Stuttgarter Süden gezogen. Das Ehepaar hat das Haus aus dem Jahr 1969 originalgetreu sanieren lassen – und fürs Alter vorgesorgt.
Anfang des 20. Jahrhunderts waren sie voll im Trend: würfelförmige Häuser. Da sie mit ihrer Form an alte Kaffeemühlen erinnern, werden sie auch Kaffeemühlenhäuser genannt. In Stuttgart stehen noch einige davon, die über die Jahre wiederentdeckt und neu hergerichtet wurden. So auch das Haus von Samantha Landgrebe. Die Stuttgarterin hat eine alte Kaffeemühle modern umgebaut und uns einen Einblick gewährt.
Manuela Güney und ihr Mann Nevzat haben sich ihren Wohntraum verwirklicht: Sie verwandelten eine heruntergekommene Scheune an der Durlacher Stadtmauer in ein Wohnparadies. Nevzat war von dem Projekt zunächst nicht begeistert, mittlerweile fühlen sich beide in ihrem historischen Haus wohl.
In den 80ern hat sich Dieter Schmied einen Traum erfüllt. Der Architekt baute ein Haus ganz nach seinen Vorstellungen: Keine geraden Wände, stattdessen organische Formen und Wärmelampen im Schlafzimmer. Jetzt steht das einzigartige Gebäude zum Verkauf.
Wenn Beate Makus eine Auszeit braucht, dann geht sie zu ihrem Turmquartier. In Weinsberg bei Heilbronn hat sie mit ihrer Familie einen alten Trafoturm umgebaut. Statt Stromverteilung heißt es jetzt: Entspannen und Aussicht genießen in ihrem Tiny-Wohnturm.
Der Wildenhof in Lenzkirch-Raitenbuch ist ein Kulturdenkmal. Er würde nicht mehr existieren, wenn es nicht Menschen wie Jürgen Grieshaber und Helga Ringger gäbe. Anders als in manch anderem aufgemotztem Schwarzwaldhof ist hier alles bewusst im alten Stil belassen
Pfadfinder spielen gemeinsam draußen, fahren ins Zeltlager und sind anhand ihrer blau-gelben Halstücher zu erkennen. Jedoch braucht es auch einen Ort, an dem all die Utensilien untergebracht werden können, wenn draußen schlechtes Wetter ist. Für die Pfadfinder und Pfadfinderinnen in Untergruppenbach bei Heilbronn gab es jahrelang Räumlichkeiten – bis 2015. Weil es so nicht weitergehen konnte, haben sie sich ein eigenes Haus gebaut.
Vor 40 Jahren hat Karl-Heinz Thiel sein altes Bauernhaus in Riegel am Kaiserstuhl gekauft. Seit 25 Jahren wohnt der Kunstmaler und Restaurator hier. Er hat es über die Jahre liebevoll gestaltet: kreativ und vor allem kunterbunt, wo man nur hinschaut. Innen Holz, Stroh und Lehm – außen ganz viel Farbe. Klar, dass Thiels Haus gleichzeitig nicht nur sein Atelier, sondern auch seine ganz persönliche Lebens-Galerie ist.