Folge 1030

Innovative Sachsen – Die PESS, nostalgisch, Modern und jung

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Der Güterverkehr ist das Hauptgeschäft der PRESS. In Niedersachswerfen, einem kleinen Ort im Harzer Vorland, warten Lok und Lokführer, dass der letzte Waggon mit Holz beladen ist.
Der Güterverkehr ist das Hauptgeschäft der PRESS. In Niedersachswerfen, einem kleinen Ort im Harzer Vorland, warten Lok und Lokführer, dass der letzte Waggon mit Holz beladen ist. Dann geht die Fuhre nach Göttingen und anschließend mit einer E-Lok weiter nach Süddeutschland. Andreas Stirl
Zwei modernisierte E-Loks der Baureihe 140 streben mit ihrem Kesselzug nach Norden. Diese „Oldtimer“ versehen zuverlässig ihren Dienst. Und sie sind bei den jungen Lokführern sehr beliebt.
Zwei modernisierte E-Loks der Baureihe 140 streben mit ihrem Kesselzug nach Norden. Diese „Oldtimer“ versehen zuverlässig ihren Dienst. Und sie sind bei den jungen Lokführern sehr beliebt. Andreas Stirl
Bahnnostalgie mit der PRESS auf Rügen.
Bahnnostalgie mit der PRESS auf Rügen. Normalerweise verkehrt zwischen Bergen und Lauterbach Mole ein moderner Triebwagen. An einigen Tagen im Jahr pausiert er und den Betrieb übernehmen historische Fahrzeuge aus dem Bestand der Pressnitztalbahn. Hier kommt die 86 1744 angedampft. Andreas Stirl
Bei der Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH, so der offizielle Name (kurz PRESS), arbeiten viele junge Menschen.
Bei der Eisenbahn-Bau- und Betriebsgesellschaft Pressnitztalbahn mbH, so der offizielle Name (kurz PRESS), arbeiten viele junge Menschen. Die meisten von Ihnen haben ihre Ausbildung zum Lokführer bei der PRESS gemacht. Andreas Stirl
Lokführer bei der PRESS heißt oft lange unterwegs zu sein, manchmal mehrere Tage. Das heißt übernachten im Hotel und mitunter jeden Tag eine neue Aufgabe.
Lokführer bei der PRESS heißt oft lange unterwegs zu sein, manchmal mehrere Tage. Das heißt übernachten im Hotel und mitunter jeden Tag eine neue Aufgabe. Andreas Stirl
Sind die PRESS-Lokführer alleine unterwegs, wie hier Manuel Dostmann, müssen sie die Ladung kontrollieren, alleine ankuppeln, Bremsprobe machen, die Wagen-Papiere ausfüllen und noch viel mehr.
Sind die PRESS-Lokführer alleine unterwegs, wie hier Manuel Dostmann, müssen sie die Ladung kontrollieren, alleine ankuppeln, Bremsprobe machen, die Wagen-Papiere ausfüllen und noch viel mehr. Andreas Stirl
Im kleinen Städtchen Jöhstadt, im Erzgebirge, ist die Zentrale der PRESS.
Im kleinen Städtchen Jöhstadt, im Erzgebirge, ist die Zentrale der PRESS. Hier sind die Dispatcher jeden Tag rund um die Uhr im Einsatz. Sie koordinieren den gesamten Zugbetrieb des Unternehmens und halten immer Kontakt zu den Lokführern. Sie stellen Dienstpläne auf, besorgen Übernachtungen und planen die Personalwechsel. Andreas Stirl
In Espenhain, südlich von Leipzig, betreibt die PRESS einen Rangierbahnhof und eine Werkstatt. Früher wurden hier Fahrzeuge der Braunkohlenindustrie gewartet.
In Espenhain, südlich von Leipzig, betreibt die PRESS einen Rangierbahnhof und eine Werkstatt. Früher wurden hier Fahrzeuge der Braunkohlenindustrie gewartet. Andreas Stirl
Bevor eine Lok wieder zum Einsatz rollt, wird sie gründlich gewaschen. Egal wie groß oder welchen Alters sie ist. Da packen alle mit an.
Bevor eine Lok wieder zum Einsatz rollt, wird sie gründlich gewaschen. Egal wie groß oder welchen Alters sie ist. Da packen alle mit an. Andreas Stirl
Das Stellwerk im Güterbahnhof Espenhain ist aus DDR-Zeiten.
Das Stellwerk im Güterbahnhof Espenhain ist aus DDR-Zeiten. Die PRESS hat das Gebäude außen und innen saniert. Von hier aus werden Weichen und Signale für alle Zugfahrten im Bahnhof Espenhain gestellt. Andreas Stirl
Die Stellwerkstechnik aus den 1970er Jahren wirkt heute vielleicht etwas antiquiert, funktioniert aber tadellos.
Die Stellwerkstechnik aus den 1970er Jahren wirkt heute vielleicht etwas antiquiert, funktioniert aber tadellos. Diese seinerzeit hochmodernen Stellwerke wurden zuerst vor allem bei den Industriebahnen eingesetzt. Danach kamen sie dann auch allmählich zur Deutschen Reichsbahn der DDR. Andreas Stirl
Rangierbetrieb in Espenhain. Hier werden die Güterwagen der PRESS zu Zügen zusammengestellt, bereit für neue Aufträge der Kunden.
Rangierbetrieb in Espenhain. Hier werden die Güterwagen der PRESS zu Zügen zusammengestellt, bereit für neue Aufträge der Kunden. Andreas Stirl
Im Bahnhof Espenhain machen die Lehrlinge der PRESS ihre ersten praktischen Schritte bei der Eisenbahn. Zuerst als Rangierbegleiter, später dann als Lokführer auf einer ehemaligen V60 der Deutschen Reichsbahn.
Im Bahnhof Espenhain machen die Lehrlinge der PRESS ihre ersten praktischen Schritte bei der Eisenbahn. Zuerst als Rangierbegleiter, später dann als Lokführer auf einer ehemaligen V60 der Deutschen Reichsbahn. Andreas Stirl
Schmalspur-Romantik pur kann man jeden Tag auf Rügen erleben, beim „Rasenden Roland“. Die Rügensche Bäderbahn wird seit 2008 von der PRESS betrieben.
Schmalspur-Romantik pur kann man jeden Tag auf Rügen erleben, beim „Rasenden Roland“. Die Rügensche Bäderbahn wird seit 2008 von der PRESS betrieben. Andreas Stirl
Heizer Christof Neuhäußer kommt aus München und fährt in seiner Freizeit regelmäßig auf den Schmalspurloks im Preßnitztal.
Heizer Christof Neuhäußer kommt aus München und fährt in seiner Freizeit regelmäßig auf den Schmalspurloks im Preßnitztal. Dieses Mal macht er aber beim Plandampf auf Rügen auf einer „großen Lok“ Dampf, der 86 1744. Andreas Stirl
Lokführer Fritz Grünwald hat die Strecke und den Zug immer im Blick.
Lokführer Fritz Grünwald hat die Strecke und den Zug immer im Blick. Er betreut, zusammen mit anderen PRESS-Kollegen, die Regelspur-Dampfloks. Neben der 86er hat die PRESS auch eine 01.5 für Sonderfahrten unter Dampf. Andreas Stirl
Mit Volldampf unterwegs.
Mit Volldampf unterwegs. Für den nostalgischen Zug gilt an den Plandampftagen der Fahrplan des modernen Triebwagens! Die Diesellok am Schluss des Zuges ist für die Rückfahrt, da in Bergen und Lauterbach Mole nicht umgesetzt werden kann. Andreas Stirl
Der Holzzug ist mittlerweile beladen und steht im Bahnhof Niedersachswerfen bei Nordhausen bereit für die Abfahrt.
Der Holzzug ist mittlerweile beladen und steht im Bahnhof Niedersachswerfen bei Nordhausen bereit für die Abfahrt. Andreas Stirl
Die PRESS ist auch auf der Straße unterwegs
Die PRESS ist auch auf der Straße unterwegs. Mit Schwerlasttransportern befördert sie europaweit schmalspurige Schienenfahrzeuge. Im Bahnhof Steinbach, im Preßnitztal, macht sich die IK auf den Weg. Andreas Stirl
Wer genau hinschaut kann es sehen, das „Lächeln“ der Lok. Geht es doch mit 80 Sachen über die Autobahn.
Wer genau hinschaut kann es sehen, das „Lächeln“ der Lok. Geht es doch mit 80 Sachen über die Autobahn. Andreas Stirl
Dampf aus einer Diesellok? In den 70er und 80er Jahren war es bei den Eisenbahnen noch normal, dass Personenwagen mit Dampf geheizt wurden.
Dampf aus einer Diesellok? In den 70er und 80er Jahren war es bei den Eisenbahnen noch normal, dass Personenwagen mit Dampf geheizt wurden. Deshalb hatten viele Strecken-Dieselloks auch Dampfkessel an Bord. Bei der PRESS ist solch eine Lok im Originalzustand erhalten. Die 112 565 kommt bei Sonderzügen im Winter zu Einsatz. Aber auch beim Anheizen der ölgefeuerten 01 0509 ist sie hilfreich um das Öl im Tender anzuwärmen – mit Dampf. Andreas Stirl
Jedes Jahr beginnen sechs bis acht Lehrlinge ihre Ausbildung bei der PRESS.
Jedes Jahr beginnen sechs bis acht Lehrlinge ihre Ausbildung bei der PRESS. An den ersten beiden Tagen lernen sie den Betrieb kennen. Dazu gehört auch ein Abstecher in die moderne Fahrzeughalle der Preßnitztalbahn in Jöhstadt. Mit der Museumsbahn hat 1991 alles angefangen. Andreas Stirl
Die jungen Lokführer bekommen bei der PRESS eine sehr praxisorientierte Ausbildung.
Die jungen Lokführer bekommen bei der PRESS eine sehr praxisorientierte Ausbildung. So machen sie schon sehr früh viele Erfahrungen und können dann auch kurz nach dem Abschluss Verantwortung für Loks und Wagen übernehmen. Andreas Stirl
Bis die angehenden Lokführer mit langen Kesselzügen z.B. von München nach Fulda fahren, wie hier Simon Treichel, dauert es etwas.
Bis die angehenden Lokführer mit langen Kesselzügen z.B. von München nach Fulda fahren, wie hier Simon Treichel, dauert es etwas. Drei Jahre z.B. bei der Ausbildung zum Lokführer. Wer es schafft, kann dann mit allen drei Traktionsarten abschließen: Dampf, Diesel und Elektro! Andreas Stirl
Ablösung für Simon Treichel. Sein Kollege Lukas Müller übernimmt den Kesselzug und wird ihn nach Oldenburg fahren.
Ablösung für Simon Treichel. Sein Kollege Lukas Müller übernimmt den Kesselzug und wird ihn nach Oldenburg fahren. Kurz besprechen die beiden einige technische Details. Probleme gibt es nicht. „Die 40er fahren. 40er eben“, wie sie sagen. Andreas Stirl
Lukas Müller startet mit dem Kesselzug in den Abend.
Lukas Müller startet mit dem Kesselzug in den Abend. Wenn er Schichtende hat, wird es Nacht sein. Eisenbahnromantik oder Alltagsstress? Die jungen Lokführer der PRESS haben sich entschieden und sind gerne unterwegs auf den Schienen der Eisenbahn. Andreas Stirl
Erstmals publiziert am
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Autor/in
SWR