Dokumentarfilm

„Staatsfeinde – Russlands politische Gefangene“

Ab 28. November in der ARD Mediathek / SWR Koproduktion über politische Repressionen in Russland

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Stand

Der Dokumentarfilm „Staatsfeinde – Russlands politische Gefangene“ (englischer Originaltitel: Politzek – Voices that Defy the Kremlin) ist ab 28. November 2025 in der ARD Mediathek und ab 6. Dezember 2025 auf den Kanälen der Deutschen Welle (DW) zu sehen. Die Produktion beleuchtet das System der politischen Unterdrückung im heutigen Russland unter Wladimir Putin. Tausende Menschen sind in Haft, sie gelten als Politzek, politische Gefangene. Der Dokumentarfilm von Manon Louizeau und Ekaterina Mamontova unter der Mitwirkung von Sacha Koulaeva taucht in das System der Unterdrückung ein und gibt den Gefangenen und ihren Angehörigen eine Stimme.

Im Zentrum des Films stehen persönliche Schicksale: Arsenij Turbin war 14 Jahre alt, als er wegen kritischer Äußerungen am russischen Präsidenten ins Visier des Geheimdienstes geriet und zu fünf Jahren Haft verurteilt wurde – er ist Russlands jüngster politischer Gefangener. Seine Mutter Irina setzt sich verzweifelt für seine Freilassung ein.

Auch Nadeschda Skochilenko kämpfte dafür, dass ihre Tochter Sasha freikommt. Diese hatte nach dem Einmarsch Russlands in die Ukraine Preisschilder in Supermärkten mit Protestbotschaften gegen Putins Krieg versehen und wurde zu sieben Jahren Straflager verurteilt. Nach mehr als zwei Jahren Haft kam sie im Rahmen eines Gefangenenaustauschs frei – ebenso wie Oleg Orlov, Mitbegründer der Menschenrechtsorganisation Memorial. Der Film begleitet auch den Kampf seiner Frau Tatjana gegen den russischen Unterdrückungsapparat.

Produktion

„Staatsfeinde – Russlands politische Gefangene“ ist eine Koproduktion von Babel Doc (Stéphanie Lebrun) und Clin d'Œil Films (Hanne Phlypo), in Zusammenarbeit mit France TV in Koproduktion mit der Deutschen Welle (DW) und dem SWR, RTBF und VRT. Der Film ist ab 28.11.2025 in der ARD Mediathek verfügbar und ab 6.12.2025 auf den Kanälen der DW.

Die Theaterregisseurin Evgenia Berkovich und die Dramatikerin Svetlana Petriychuk bei ihrem Prozess, der auch „Trial of Theatre“ genannt wurde.
Die Theaterregisseurin Evgenia Berkovich und die Dramatikerin Svetlana Petriychuk bei ihrem Prozess, der auch „Trial of Theatre“ genannt wurde. © SWR/KIT PRESS POLITZEK/Stanislas Gazelle KIT PRESS POLITZEK/Stanislas Gazelle Bild in Detailansicht öffnen
„Staatsfeinde – Russlands politische Gefangene“ (Keyvisual)
„Staatsfeinde – Russlands politische Gefangene“ (Keyvisual) © SWR/Babel Doc Babel Doc Bild in Detailansicht öffnen
Eine Gerichtszeichnung von Oleg Orlov, Friedensnobelpreisträger und Leiter der Nichtregierungsorganisation Memorial, die sich für das Erinnern an die Verbrechen des Regimes einsetzt. Trotz Drohungen blieb er in Russland und wurde wegen seiner Antikriegshaltung zu zweieinhalb Jahren Haft im Straflager verurteilt.
Eine Gerichtszeichnung von Oleg Orlov, Friedensnobelpreisträger und Leiter der Nichtregierungsorganisation Memorial, die sich für das Erinnern an die Verbrechen des Regimes einsetzt. Trotz Drohungen blieb er in Russland und wurde wegen seiner Antikriegshaltung zu zweieinhalb Jahren Haft im Straflager verurteilt. © SWR/KIT PRESS POLITZEK/Stanislas Gazelle KIT PRESS POLITZEK/Stanislas Gazelle Bild in Detailansicht öffnen
Die Theaterregisseurin Evgenia Berkovich wurde 2024 von einem Moskauer Militärgericht für ein Theaterstück zu sechs Jahren Haft in einem Straflager verurteilt.
Die Theaterregisseurin Evgenia Berkovich wurde 2024 von einem Moskauer Militärgericht für ein Theaterstück zu sechs Jahren Haft in einem Straflager verurteilt. © SWR/KIT PRESS POLITZEK/Stanislas Gazelle KIT PRESS POLITZEK/Stanislas Gazelle Bild in Detailansicht öffnen
Der Menschenrechtsaktivist Oleg Olorv wurde bei einem Gefangenenaustausch am 1. August 2024 befreit und lebt seitdem in Deutschland.
Der Menschenrechtsaktivist Oleg Olorv wurde bei einem Gefangenenaustausch am 1. August 2024 befreit und lebt seitdem in Deutschland. © SWR/KIT PRESS POLITZEK/Stanislas Gazelle KIT PRESS POLITZEK/Stanislas Gazelle Bild in Detailansicht öffnen
Die Künstlerin und Aktivistin Alexandra „Sascha“ Skotschilenko , die wegen Protests gegen den Ukrainekrieg zu sieben Straflager verurteilt wurde, kommt bei einem Gefangenenaustausch im August 2024 frei.
Die Künstlerin und Aktivistin Alexandra „Sascha“ Skotschilenko , die wegen Protests gegen den Ukrainekrieg zu sieben Straflager verurteilt wurde, kommt bei einem Gefangenenaustausch im August 2024 frei. © SWR/KIT PRESS POLITZEK/Stanislas Gazelle KIT PRESS POLITZEK/Stanislas Gazelle Bild in Detailansicht öffnen
Der Prozess gegen die Theaterregisseurin Evgenia Berkovich gilt als Präzedenzfall, weil zum ersten Mal seit dem Zerfall der Sowjetunion, Kulturschaffende für ihr Kulturschaffen ins Gefängnis kamen. Kritiker bezeichneten den Prozess als einen Schauprozess wie zu Stalins Zeiten.
Der Prozess gegen die Theaterregisseurin Evgenia Berkovich gilt als Präzedenzfall, weil zum ersten Mal seit dem Zerfall der Sowjetunion, Kulturschaffende für ihr Kulturschaffen ins Gefängnis kamen. Kritiker bezeichneten den Prozess als einen Schauprozess wie zu Stalins Zeiten. © SWR/KIT PRESS POLITZEK/Stanislas Gazelle KIT PRESS POLITZEK/Stanislas Gazelle Bild in Detailansicht öffnen
„Staatsfeinde – Russlands politische Gefangene“ (Keyvisual)
„Staatsfeinde – Russlands politische Gefangene“ (Keyvisual) © SWR/Babel Doc Babel Doc Bild in Detailansicht öffnen

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