Preise und Auszeichnungen

Ausschreibung für Hans Bausch Mediapreis des SWR startet

Südwestrundfunk und Universität Tübingen zeichnen herausragende wissenschaftliche Arbeit zu digitaler Ethik aus

Stand

Die Medienlandschaft steht aktuell vor massiven Umbrüchen, die stark durch technologische Sprünge und veränderte gesellschaftliche Debatten geprägt sind. Die Kombination aus Künstlicher Intelligenz (KI), US-amerikanischen Großkonzernen (Big Tech) und gezielten Desinformationskampagnen greift tief in das Fundament demokratischer Gesellschaften ein. Um der Erosion des gemeinsamen Diskurses und der Auswirkung auf den Journalismus entgegenzuwirken, braucht es Lösungen auf mehreren Ebenen: Das Zusammenspiel von technischen Lösungen, medienpolitischer Regulation und einem Mehr an Medienkompetenz kann dazu beitragen, die demokratiefördernde Rolle journalistischer Medien zu stützen und wieder auszubauen.   

Mit dem Hans Bausch Mediapreis zeichnet der Südwestrundfunk (SWR) gemeinsam mit der Universität Tübingen eine herausragende wissenschaftliche Arbeit aus, die neue Impulse zur gesellschaftlichen Verantwortung in digitalen Öffentlichkeiten liefert.

Die Auszeichnung fördert die Sichtbarkeit herausragender Forschungsergebnisse zu den Folgen der Digitalisierung, zu gesellschaftlichen Transformationsprozessen und zu medienethischen Fragen.

Ab sofort können wissenschaftliche Publikationen eingereicht werden. Die Auszeichnung ist mit 5.000 Euro dotiert und wird am 17. Juni 2027 in Tübingen verliehen.

Demokratie lebt von einem gemeinsamen, faktenbasierten Diskurs und dem Vertrauen in Institutionen – wenn jedoch Algorithmen und Desinformation den öffentlichen Raum mit Hass, KI-Fälschungen und alternativen Fakten fluten, wird dieser demokratische Kernprozess blockiert. Der Hans Bausch Mediapreis trägt zur Stärkung der Medienkompetenz in einer digitalen Welt bei, um Filterblasen und Echokammern entgegenzuwirken.

Digitale Öffentlichkeiten prägen, wie Menschen Informationen wahrnehmen, sich austauschen und gesellschaftliche Entwicklungen mitgestalten. Umso wichtiger sind wissenschaftliche Arbeiten, die Orientierung geben und Verantwortung, Transparenz sowie demokratische Teilhabe in den Mittelpunkt stellen. Mit dem Hans Bausch Mediapreis würdigen wir Forschung, die aktuelle Herausforderung kritisch reflektiert und zugleich Perspektiven für eine offene und informierte Gesellschaft aufzeigt.

Einreichung für den Hans Bausch Mediapreis 2027 bis zum 15. Dezember 2026

Alle relevanten Informationen zur Ausschreibung finden sich online auf dieser Seite bzw. unter Institut für Medienwissenschaft Universität Tübingen.

Hintergrund: Der Hans Bausch Mediapreis des SWR

Die gemeinnützige Stiftung Hans Bausch Mediapreis des SWR dient der Förderung von Wissenschaft, Forschung und Innovation im Medienbereich. Dazu vergibt der SWR einmal jährlich den Hans Bausch Mediapreis für eine wissenschaftliche Arbeit im deutschsprachigen Raum. Die Auszeichnung ist mit einem Preisgeld in Höhe von 5.000 Euro verbunden. Bei der Verleihung kooperiert der SWR eng mit dem Institut für Medienwissenschaft der Universität Tübingen.

Fachjury aus Medienpraxis und -forschung

Mitglieder des Vorstandes der Stiftung sowie der personenidentischen Jury sind:

  • Professor Kai Gniffke, SWR Intendant sowie Vorsitzender von Vorstand und Jury des Hans Bausch Mediapreises des SWR
  • Stefanie Schneider, SWR Landessenderdirektorin Baden-Württemberg
  • Thomas Dauser, SWR Direktor Innovationsmanagement und Digitale Transformation
  • Professorin Tanja Thomas, Lehrstuhl für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen mit dem Schwerpunkt Transformation der Medienkultur
  • Professorin Martina Thiele, Lehrstuhl für Medienwissenschaft an der Universität Tübingen mit dem Schwerpunkt Digitalisierung und gesellschaftliche Verantwortung
  • Professor Christian Nuernbergk, Lehrstuhl für Medien- und Kommunikationswissenschaft an der Universität Trier

Bisherige Preisträgerinnen und Preisträger

Als Preisträger und Preisträgerinnen mit dem Hans Bausch Mediapreis des SWR wurden zuletzt ausgezeichnet

  • im Jahr 2022 Anna-Katharina Meßmer, Alexander Sängerlaub und Leonie Schulz für die Studie „Quelle: Internet? Digitale Nachrichten- und Informationskompetenzen der deutschen Bevölkerung im Test“
  • im Jahr 2023 Felix M. Simon für seine Studie über die drohende Abhängigkeit der Medien von KI und großen Software- und Plattformunternehmen („Uneasy Bedfellows: AI in the News, Platform Companies and the Issue of Journalistic Autonomy).
  • im Jahr 2024 Thomas J. J. Scherer für seine Studie „Inszenierungen zeitgenössischer Propaganda – Kampagnenfilme im Dienste des Gemeinwohls“
  • im Jahr 2025 Regina Cazzamatta für ihre Studie „Die inhaltliche Homogenisierung des Fact-Checkings durch Plattformpartnerschaften: Ein Vergleich zwischen acht Ländern“ sowie Jeanette Kollien, die für ihre Masterarbeit „Digitale Nachhaltigkeit als Leitmotiv für Kommunikationsplattformen“ den Hans Bausch Media Sonderpreis erhielt.
  • im Jahr 2026 Prof Dr. Birgit Stark und Dr. Pascal Schneiders für ihren Beitrag „Ensuring News Quality in Platformized News Ecosystems: Shortcomings and Recommendations for an Epistemic Governance“

Die Verleihung des Hans Bausch Mediapreises 2026 findet am 17. Juni 2027 in der Alten Aula in Tübingen statt.

Logo Hans Bausch Mediapreis
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Wissenschaftlicher Kontakt

Professorin Martina Thiele Institut für Medienwissenschaft

Universität Tübingen

Telefon +49 7071 29-75302
E-Mail:
martina.thiele@uni-tuebingen.de

Professorin Tanja Thomas Institut für Medienwissenschaft

Universität Tübingen

Telefon +49 7071 29-76816
E-Mail:
tanja.thomas@uni-tuebingen.de

Pressekontakt

Claudia Lemcke

E-Mail:
claudia.lemcke@SWR.de

Pressekontakt Universität Tübingen

Michael Pfeiffer

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presse@uni-tuebingen.de

Bildkommunikation

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Baden-Württemberg

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