Der deutsche Weinbau steckt in einer historischen Krise. Sinkender Konsum, stark gestiegene Kosten und Exporthürden setzen die Betriebe unter Druck. Besonders betroffen ist Rheinland-Pfalz, wo rund zwei Drittel des deutschen Weins produziert werden. Weinbauministerin Daniela Schmitt, FDP, spricht im Interview mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler von einer "sehr ernsten Lage". Mehrere Krisen träfen die Branche gleichzeitig. Für das Land sei der Weinbau aber ein zentraler Wirtschaftsfaktor, unter anderem für Tourismus und Arbeitsplätze.
Land setzt auf Entlastung und Anpassung
Schmitt betont, wie wichtig Marketingprogramme und eine stärkere Bewusstseinsbildung für den Konsum heimischer Weine seien. Gleichzeitig fordert sie weniger Bürokratie: Winzerinnen und Winzer verbrächten zu viel Zeit mit Verwaltung statt im Betrieb. Auch der Klimawandel spiele eine große Rolle. Das Land unterstütze Forschung, neue Rebsorten und Maßnahmen zur Absicherung gegen Wetterextreme. Ziel sei es, die Betriebe wirtschaftlich zu stabilisieren und zukunftsfähig aufzustellen.