Wal-Rettung oder Fußball: Wenn sich Politik einmischt, wird es selten besser

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Von Autor/in Marie Gediehn

Freiburg, Leverkusen und Italien sind raus, der Wal steckt weiter fest und im Rest der Welt herrscht Krieg. Naja, also fast. Aber fangen wir mit dem Neuen an: also beim DFB-Pokal beziehungsweise bei der Fußball-Weltmeisterschaft.

Freiburg und Leverkusen sind im Pokal rausgeflogen, Halbfinale, während sich Italien schon zum dritten Mal gar nicht erst qualifiziert hat für die WM im Sommer in den USA, Kanada und Mexiko. Italien, der viermalige Weltmeister, wälzt sich mit professionell schmerzverzerrter Miene auf dem Rasen, noch bevor es angefangen hat. Aber...wer weiß.

Mit Typen wie Trump und Infantino ist alles nur noch ein Deal

Denn seit der zweiten Amtszeit von Donald Trump und der ersten von FIFA-Boss Gianni Infantino, ist ja alles möglich, alles verhandelbar, im Prinzip: Alles austauschbar. Eine Fußball-WM im Golfstaat Katar oder die Blockade der bereits blockierten Straße von Hormus. Die Abschaffung des Klimawandels per Gesetz und so weiter.

Infantino und Trump sind übrigens befreundet, eng befreundet, liest man. Und ein anderer Freund, Paolo Zampolli hat jetzt eine wirklich schöne, konstruktive Idee, die Fußball und Politik auf eine wunderbare Weise verknüpft. Paolo wer? Paolo Zampolli ist ein Sondergesandter von Donald Trump und er ist italienisch-amerikanischer Geschäftsmann. Und er hat seinem amerikanischen Freund, also Donald Trump, vorgeschlagen, dass Italien doch einfach den Iran ersetzten könnte bei der WM. Iran oder Italien - Mailand oder Madrid, Hauptsache Italien eben.

Fußball-WM: Italien darf nicht, Iran will nicht

Also so sieht es Paolo Zampolli, angeblich. So richtig offiziell ist der Vorschlag irgendwie nicht, aber angeblich hat Geschäftsmann Zampolli das nicht nur US-Präsident Trump, sondern auch FIFA-Präsident Infantino vorgeschlagen, das mit Italien und dem Iran. Und es wäre auch echt einfacher: Iran hat nämlich schon gesagt, sie machen, wenn überhaupt, nur mit bei der WM, wenn alle Vorrundenspiele in Mexiko stattfinden, also nicht in den USA oder Kanada. Ist ja auch verständlich, irgendwie. 

Aber das wäre eben auch alles viel zusätzlicher Aufwand und für was? Weltmeister wird der Iran ja nun voraussichtlich eh nicht. Proteste gegen das Regime - wir erinnern uns - erlaubt die FIFA sowieso nicht. Also es wird nur eins: maximal peinlich.

Darum: Einfach Iran durch Italien ersetzen, Donald Trump durch Barack Obama, Kalorien durch Vitamine, Lars Klingbeil durch Willy Brandt, ok, ich schweife ab. Und im DFB-Pokal-Finale ersetzen wir - nein – das ist dann doch zu heikel. Dann lieber den Wal retten - oder doch besser in Ruhe lassen?

Das war unsere Kolumne am vergangenen Wochenende: