UEFA droht FIFA mit Boykott: "Eine WM ohne Europäer ist halb so viel wert"

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FIFA-Präsident Gianni Infantino will Anteile der Fußball-Weltmeisterschaft an private Investoren verkaufen. Die Pläne will er bei der nächsten WM 2030 umsetzen. Der europäische Fußball-Verband UEFA stellt sich dagegen und droht mit einem Boykott. Wenn die FIFA das durchzieht, würden keine Nationalmannschaften aus Europa mehr an FIFA-Wettbewerben teilnehmen.

"Diese Drohung halte ich für sehr ernst", sagt Harald Lange, Leiter des Instituts für Sportwissenschaften an der Universität Würzburg. Schließlich läge ein Beschluss mit einem eindeutigen Abstimmungsergebnis vor.

Dass nun auch der Kontinentalverband für Nord- und Mittelamerika und die Karibik, CONCACAF, das Vorhaben kritisiere, verschärfe die Situation. "Eine WM ohne Europäer, ohne Nord- und Mittelamerika ist nicht mal halb so viel wert", so Lange. B-Klassenfußball würde sich bei weitem nicht so gut verkaufen.

Liegt der Ball wieder bei Infantino?

Für den Fan- und Fußballforscher ist klar, dass es FIFA-Präsident Infantino ist, der sich jetzt bewegen müsse. Seiner Einschätzung nach gebe es noch ein kleines bisschen Spielraum für einen Kompromiss.

Jetzt ist Fußball-Diplomatie gefragt.

Welchen Einfluss Fußball-Fans auf diese Debatte haben, erklärt der Fanforscher im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch.

Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Andreas Böhnisch
Andreas Böhnisch steht vor dem Logo von SWR Aktuell.
Onlinefassung
Julia Salinas
SWR Aktuell-Moderatorin Julia Salinas