Jungen Menschen eine Stimme geben - das wollen die Vereinten Nationen mit dem Internationalen Tag der Jugend. Schließlich sitzen sie nicht in den Parlamenten und dürfen bis zu einem gewissen Alter auch nicht wählen. Um dennoch gehört zu werden, gibt es Jugendparlamente und Jugendräte. Tuana Fincke ist Vorstandsmitglied im Jugendrat von Koblenz.
"Ein Dauerthema ist Mobilität. Wir haben Anträge für Zebrastreifen in der Nähe von Schulen gestellt", sagt die 17-Jährige. Auch umweltfreundlicher Verkehr ist ein großes Thema für die 24 Mitglieder des Koblenzer Jugendrats, ebenso wie Freizeitflächen und Aufenthaltsorte für Jugendliche, "wo man auch mal ein bisschen lauter sein und mit Freunden herumsitzen kann."
Teilweise frustrierend, dass Entscheidungsprozesse so lange dauern
Um ihre Anliegen einzubringen, arbeiten die Gruppen des Jugendrats auch mit dem Koblenzer Stadtrat und verschiedenen Ausschüssen zusammen.
Wir merken, dass wir in jedem Fall einen Einfluss haben. Wir können Anträge stellen und Stellungnahmen verfassen. Aber es ist sehr personenabhängig, mit wem wir da gerade sprechen. Für viele ist es teilweise sehr frustrierend, dass die Entscheidungsprozesse so lange dauern. Die Legislaturperiode des Jugendrats dauert zwei Jahre. Für die Stadtpolitik sind zwei Jahre nichts - dann bekommt man die Umsetzung eines Themas am Ende nicht mehr mit, man merkt gar nicht, dass es etwas gebracht hat, dass man sich dafür zwei Jahre lang eingesetzt hat.
Tuana Fincke sitzt bereits im vierten Jahr im Koblenzer Jugendrat. Ob sie glaubt, dass Jugendliche generell von den Politikern genügend wahrgenommen werden, darüber hat Tuana Fincke mit SWR Aktuell-Moderator Moritz Braun gesprochen.