Strom aus dem See: Sind Pumpspeicherkraftwerke besser als ihr Ruf?

Bisher galten sie als zu groß und zu teuer. Doch als Teil der Energiewende könnten Pumpspeicherkraftwerke wie am Schluchsee ein Comeback feiern. Warum, erklärt das Interview.

Teilen

Stand

Der größte Akku Deutschlands ist ein See - der Schluchsee im Südschwarzwald. Und das dank einer über 100 Jahre alten Technologie: Für Pumpspeicherkraftwerke werden Tunnel unter den See gegraben und mit Turbinen ausgestattet. Das Wasser aus dem See lässt man in die tiefer gelegene Kraftwerks-Turbine rauschen und erzeugt somit Strom, wenn es gerade sonst zu wenig gibt. Zum Beispiel während einer "Dunkelflaute". Ist dann an einem windigen oder sonnigen Tag zu viel Strom da, lässt sich das Wasser wieder von unten hochpumpen.

Kraftwerk am Schluchsee: Schlüsselrolle in der Energiewende?

Flächendeckend durchsetzen konnte sich diese Art der Stromerzeugung nie: zu teuer, zu groß, zu aufwändig. Doch als ein Bauteil im künftigen Energiewende-Mix könnte sie nun eine Art Comeback feiern. Die Schluchsee-Werk AG plant zumindest den Umbau seiner Pumpspeicheranlagen, um sie besser auf den heutigen Bedarf abzustimmen. Wie der aussieht, erklärt Manuel Baumann, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Forschungsgruppe für nachhaltige Energietechnologien am KIT, im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Simon Dörr.