Schluss mit billig: Wer bei Temu und Co. einkauft, zahlt ab Juli mehr

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Temu, Shein, AliExpress – chinesische Onlinehändler locken mit günstigen Preisen. Ab Juli dürften diese Preise aber steigen. Denn es gelten neue Regeln für Pakete aus Nicht-EU-Ländern. So werden bei Sendungen mit einem Warenwert unter 150 Euro pauschal 3 Euro Zollgebühr pro Warenkategorie erhoben. "Gerade bei kleinen Preisen nehmen wir Preiserhöhungen überproportional wahr", sagt Katharina Gangl, Direktorin für Studien am Nürnberg Institut für Marktentscheidungen.

Politik gegen Billig-Importe

Ziel der EU ist es, mit dem Pauschalzoll Billigimporte einzudämmen und die Paketflut aus Ländern wie China zu begrenzen. Ob die neuen Gebühren aber tatsächlich zu weniger Käufen bei den EU-Bürgern führen, bleibe abzuwarten, meint Katharina Gangl.

Das System hinter den Angeboten

"Die gesamte Präsentation ist darauf ausgerichtet, uns mehr zu verkaufen, als wir eigentlich wollen." Diese Dynamik könne sich bis zu einer Kaufsucht fortsetzen. Es gehe dann nicht mehr um das Produkt, sondern um das Kaufen selbst.

Inwieweit die Onlinehändler auf die neuen Zollregeln reagieren, werde sich bald zeigen, meint Gangl im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Stefan Eich.