Nach dem erneuten PISA-Schock: Was Schüler heute lernen sollten

Die aktuelle PISA-Bildungsstudie hat erneut schlechte Ergebnisse für Deutschland gebracht. Die Pädagogin und Buchautorin Silke Müller meint: Wir müssen Kinder und Jugendliche fit machen für den Umgang mit KI und deshalb Allgemeinbildung und Urteilsfähigkeit stärken, auch durch mehr Frühförderung.

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Zwischen Leistung und Leiden: Wie kann Schule funktionieren? Das ist in dieser Woche das Thema unserer Serie in SWR Aktuell Radio - und dazu passt es, dass die Ergebnisse der neuesten Pisa-Studie zum Bildungsstand verschiedener Länder diese Woche für Deutschland schlechte Ergebnisse brachten. Denn nun fragen viele: Was müsste geändert werden am Bildungssystem, was ist zeitgemäß, was müssen Schüler heute lernen und wissen?

Kinder und Jugendliche fit machen für die KI-Realität

Silke Müller hat mehrere Bücher über Bildung und Schule geschrieben, sie war zehn Jahre Leiterin der Waldschule Hatten im Kreis Oldenburg. Inzwischen ist sie niedersächsische Botschafterin für Digitalisierung. Im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch sagt sie: Besonders in Zeiten von KI sei es immens wichtig, die Grundkenntnisse in Sprachen und Naturwissenschaften zu stärken. "Wir brauchen Allgemeinbildung, um die Ergebnisse, die KI uns liefert auch prüfen zu können und auch kritisch hinterfragen zu können."

Bessere Chancen durch mehr Früh-Förderung

Wenn Lese- und Sprachförderung zum Beispiel früher ansetzen würden, so Müller, würde damit die Grundlage für spätere Bildungserfolge gelegt, und übrigens auch für eine bessere Integration, gerade wenn es um gute Deutschkenntnisse geht. Das sollte in der Grundschule und auch bereits in der Kita stärker gefördert werden: "Es ist wichtig, dass Kinder und Jugendliche sinnentnehmend lesen können, auch um etwa mathematische Wege zu verstehen und naturwissenschaftliche Phänomene nachvollziehen zu können". Das sei die Grundlage, um in allen anderen Fachbereichen weiterzukommen.

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