Seit Amtsantritt der schwarz-roten Bundesregierung wird an den Grenzen zu Deutschland kontrolliert und zurückgewiesen. Die Migrationspolitik der von Bundeskanzler Friedrich Merz (CDU) geführten Regierung setzt auf strengere Regeln und erhofft sich so, illegale Migration zu beenden. "Wir nehmen wahr, dass sich die Stimmung in Deutschland verändert hat. Viele geflüchtete Menschen leiden zunehmend unter dem politischen Diskurs der letzten Monate und Jahre", sagt Meike Olszak vom Flüchtlingsrat Baden-Württemberg.
Über Flucht und Migration wird zunehmend abwertend gesprochen und in negativen Kontexten berichtet. Die Würde eines einzelnen Menschen steht nur noch sehr selten im Vordergrund, wenn es um Migrationspolitik geht.
Viele, die bereits Schutz in Deutschland gefunden haben, hätten Angst ihn zu verlieren, berichtet Olszak. Bei Teilen der Bevölkerung führe der härtere Kurs in der Asylpolitik aber auch zu Aktionismus. "Viele Menschen sind schockiert vom Rechtsruck in Deutschland und wollen jetzt erst recht was tun", sagt Olszak. Was aus dieser Motivation entstehen kann, berichtet die Mitarbeiterin des Flüchtlingsrats Baden-Württemberg im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Florian Rudolph.
Geplante Änderungen in der Migrationspolitik Familiennachzug: Geflüchtete Frau in Kirchberg bangt um Angehörige
Die Bundesregierung will für bestimmte Geflüchtete den Familiennachzug aussetzen. Einer Kurdin, die jetzt im Hunsrück lebt, bereitet das große Sorgen.
Kolumne: Innenminister Dobrindt und der "Mar-a-Lago-Populismus"
Der neue Innenminister Alexander Dobrindt (CSU) versucht mit Zurückweisungen an den deutschen Grenzen, die Asylpolitik zu verschärfen. Trotz Verbot durch ein Gericht und egal, ob die Kontrollen den erwünschten Effekt erzielen. Unser Autor Gerhard Leitner hält das für reinen Populismus, den er in den USA abgeschaut hat.