Mehr Straftaten gegen Queere in RLP: Das sind die Gründe

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Von Autor/in Gerhard Leitner

Die Stimmung gegen queere Menschen in Rheinland-Pfalz ist feindlicher geworden. Das zeige sich vor allem in den sozialen Netzwerken: Dort haben nach Angaben des Vereins QueerNet Desinformation, Hass und Hetze gegen queere Menschen, insbesondere gegen transweibliche Personen, massiv zugenommen.

Diana Gläßer von QueerNet Rheinland-Pfalz, sagt in SWR Aktuell: "Die polizeilich erfassten Zahlen steigen schon seit Jahren an." Zudem nehme sie wahr, "dass insbesondere in politischen Debatten viele Desinformationen, Falschinformationen und Abwertungen gegenüber queeren Menschen öffentlich geäußert werden und kaum Widerspruch erfahren."

RLP

Viele Attacken, wenige Anzeigen Gewalt gegen queere Menschen nimmt zu

Seit fünf Jahren ist bundesweit ein Anstieg der Straftaten gegenüber der queeren Community zu beobachten. Und die Dunkelziffer dürfte riesig sein - auch in Rheinland-Pfalz.

Der Umgang mit Vielfalt und - allgemein - mit dem "vielfältigem Leben" werde immer ausdifferenzierter, so Gläßer, die für die Polizei in Rheinland-Pfalz Ansprechperson für lesbische, schwule, bisexuelle, transidente und intergeschlechtliche Menschen ist, zu den Gründen.

Manche Menschen kommen da nicht wirklich mit, wenn es beispielsweise um Geschlechtsidentitäten über männlich und weiblich hinaus geht. Sobald etwas Fremdes passiert, entsteht eine Abneigung.

Dies sei gepaart mit Systemen: So hätten beispielsweise rechtsextreme Netzwerke etwas davon, wenn es Menschenfeindlichkeit gibt - "denn dann bekommen sie einen Zulauf, da sie angeblich einfache Lösungen anbieten. Diese Tendenzen haben wir in der Gesamtgesellschaft."

Warum besonders transweibliche Personen von Anfeindungen betroffen sind und was die Polizei gegen zunehmende Queer-Feindlichkeit tun kann, darüber hat SWR Aktuell-Moderator Gerhard Leitner mit Diana Gläßer gesprochen.

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Gerhard Leitner steht im Gang eines SWR-Gebäudes