Info-Date am Morgen: OpenAI stoppt neues KI-Modell ++ Pflegerat fordert Änderungen an Pflegereform

Nach Hacking-Attacken durch seine KI stellte der ChatGPT-Entwickler OpenAI die Entwicklungsprozesse auf den Prüfstand. Ein geplantes neues KI-Modell kommt nicht heraus. Darüber berichtet SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler im Info-Date am Morgen. Ein weiteres Thema ist Kritik an der Pflegereform. Der Pflegerat fordert Änderungen.

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Von Autor/in Bernhard Seiler

Ist Künstliche Intelligenz eine Bedrohung für die Menschheit? Fest steht, dass KI immer autonomer handelt. Deshalb zieht der ChatGPT-Entwickler OpenAI die Notbremse. Ein neues KI-Modell wird vorerst nicht veröffentlicht. Unter anderem habe die Software in Tests Nutzer nicht immer ehrlich darüber informiert, welche Aktionen sie unternommen oder nicht unternommen habe, hieß es von OpenAI. Außerdem habe das KI-Modell zum Teil auf eigene Initiative gehandelt, ohne eine Nutzererlaubnis einzuholen. Das Modell mit dem Namen GPT 6.1 Astra sollte in den kommenden Tagen oder Wochen herauskommen.

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Eigenmächtige Aktionen fortgeschrittener Künstlicher Intelligenz von OpenAI hatten in den vergangenen Wochen wiederholt für Negativ-Schlagzeilen gesorgt. Erst am Wochenende wurde bekannt, dass die Firma nach einem neuen Zwischenfall das Training seiner leistungsstärksten KI-Modelle aussetzte. Bei dem Vorfall schaffte es ein KI-Modell in einem Test, Antworten von einem externen Chatbot zu bekommen, obwohl es eigentlich keinen Internet-Zugang haben sollte.

Änderungen an Pflegereform gefordert

Der Deutsche Pflegerat hat die schwarz-rote Koalition aufgefordert, die bisherigen Pläne für eine Pflegereform umfassend zu überarbeiten. "Besonders kritisch sind die höheren Hürden beim Zugang zu Pflegegraden und die geplante Streichung des Entlastungsbetrags bei Pflegegrad 1", sagte Verbandspräsidentin Christine Vogler dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. "Pflegebedarf verschwindet dadurch nicht."

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Kritik kommt auch am Umgang mit Pflegekräften. Für Pflegedienste soll die Tariftreue mehrere Jahre lang nicht mehr gelten. Auch soll die Finanzierung künftiger Lohnsteigerungen begrenzt werden. Solche Einschnitte hätten negative Folgen für die Pflege. "Wir brauchen Pflegefachpersonen, die im Beruf bleiben. Wer Tariftreue und die Finanzierung der Personalkosten schwächt, gefährdet die Versorgung", sagte Vogler.