Info-Date am Mittag: Experten suchen nach der Ursache für den Bahnausfall ++ Prozessbeginn nach dem Tod eines Zugbegleiters

Ein Funk-Ausfall hat bei der Deutschen Bahn zu einem Totalausfall geführt. Inzwischen rollen die Züge wieder, aber es gibt Forderungen nach Konsequenzen. Über dies und weitere Themen berichtet SWR Aktuell-Moderator Sebastian Felser im Info-Date am Mittag.

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Von Autor/in Sebastian Felser

Bundesverkehrsminister Patrick Schnieder (CDU) fordert von der Deutschen Bahn nach der bundesweiten Betriebsstörung eine umfassende Aufklärung. Sollte es sich um Hardware- oder Server-Probleme handeln, müsse die Bahn ihre Systeme so aufstellen, dass sich das nicht wiederhole, sagte der CDU-Politiker. Auch Politiker von SPD und Grünen fordern eine schnelle Modernisierung der Systeme. Hans Leister, Experte für Bahndigitalisierung, erwartet dadurch allerdings nicht viel Verbesserung. Was da schiefgelaufen ist, kann er sich auch nicht erklären. Um Mitternacht ein Softwareupdate aufzuspielen, sei immer noch die beste Lösung und das sei auch schon oft so praktiziert worden. Zu flächendeckenden Ausfällen habe das nie geführt. Der Funk sei neben den Lichtsignalen ein zweiter Kommunikationsweg zwischen Stellwerk und den Lokführern. Wenn er ausfalle, dürfe kein Zug mehr weiterfahren.

Prozessbeginn nach dem Tod eines Zugbegleiters

Am Landgericht Zweibrücken hat am Vormittag der Prozess um den Tod eines Zugbegleiters bei Landstuhl angefangen. Dem Angeklagten, der auch geständig ist, wirft die Staatsanwaltschaft vor, den Zugbegleiter bei einer Fahrscheinkontrolle so heftig geschlagen zu haben, dass er an seinen Verletzungen gestorben ist. Das soll nun auch das Gericht feststellen. Heute soll unter anderem das Video der Tat gezeigt werden. Mehrere Kameras hatten das Geschehen aufgenommen. Außerdem ist geplant, sechs Zeugen zu vernehmen. Es handelt sich hauptsächlich um Zeugen der Nebenklage, unter anderem der Bruder und der Vater des Getöteten. Für die Verhandlung sind noch weitere Prozesstage angesetzt, das Urteil soll in zweieinhalb Wochen fallen.