Der Goldpreis steigt und steigt und steigt. In wirtschaftlich und politisch unsicheren Zeiten verspricht Gold Stabilität. Man kann es anfassen, mitnehmen und lagern. Es ist ein Wert, der bleibt, so die gängige Vorstellung.
Man könne nicht genau wissen, wo der Preis für Gold hingeht, sagt Hans-Peter Burghof, Professor für Bankwirtschaft und Finanzdienstleistungen an der Universität Hohenheim, in SWR Aktuell: "Es hängt von sehr vielen Faktoren ab, ob der Goldpreis weiter nach oben oder nach unten geht." Es gebe Leute, die sagten, die Blase platze sofort, andere sagten dagegen, der Preis für die Feinunze Gold steige auf 5.000 US-Dollar.
In Gold anzulegen, ist bei ganz großen Vermögen interessant
Eine Anlage in Gold ist seiner Ansicht nach bei ganz großen Vermögen interessant.
Wenn man sein Geld in vielen Ländern gestreut hat, gehört Gold dazu, weil man es sehr stabil über strukturelle Brüche, wie Kriege und Revolutionen, hinwegbringen kann - und weil es gerade in schwierigen Zeiten besonders wertvoll ist.
Für Leute, die weniger Geld haben, rät der Finanzmarktexperte, Gold nur als eine Anlage von vielen zu kaufen, um sich gegen große Risiken und Krisen abzusichern.
Es gibt viele Möglichkeiten, in Gold zu investieren: Man kann Goldmünzen oder Goldbarren kaufen, es gibt Gold-ETCs - man kann aber auch Goldminen-Aktien kaufen. Was die Unterschiede bei diesen Goldanlagen sind, darüber hat SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch mit Hans-Peter Burghof gesprochen.