Gold und Dollar: Was hat Trump mit den Wertschwankungen zu tun?

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In unsicheren Zeiten investieren die Menschen gerne in Gold und Silber. Auch deshalb erreichte der Goldpreis zuletzt Rekordwerte. Doch der Höhenflug scheint beendet. Der Goldpreis bricht ein und auch Silber verliert deutlich an Wert. Nach Ansicht von Hans-Peter Burghof, Professor für Bankwirtschaft und Finanzdienstleistungen an der Universität Hohenheim, lohnt sich ein Blick in die USA, da Schwankungen beim Goldpreis überwiegend mit politischen Unsicherheiten zu tun haben.

Der Zusammenhang von Dollar- und Goldpreis

"Es ist eine Situation, in der sehr viel passiert und wo der Goldpreis diese Unsicherheit widerspiegelt." Auch der Dollarpreis sei ein Gradmesser für Unsicherheiten, sagt Burghof. Es bestehe ein Zusammenhang zwischen Dollar- und Goldpreis. "Wenn der Dollar schwach wird, weil man der Wirtschaftspolitik der USA nicht mehr traut, wird der Goldpreis, der von ähnlichen Phänomenen gesteuert wird, nach oben getrieben." Zwar erfolge das nicht immer zeitgleich, sagt Burghof, aber es gebe eine klare Beziehung. Im Umkehrschluss kommt funktionierenden Kapitalmärkte eine hohe Bedeutung zu.

Kapitalmärkte als Mittel der Macht

Wenn der Dollar runter geht, die Zinsen in den USA nach oben gehen, dann kriegt auch Donald Trump Schwierigkeiten mit der Finanzierung. Die USA sind gewaltig verschuldet, da ist ein großer Hebel drin.

Dementsprechend könnten lediglich funktionierende Kapitalmärkte uns vor missbräuchlichen Politikstrategien schützen, sagt Hans-Peter Burghof, Professor für Bankwirtschaft und Finanzdienstleistungen, im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Bernhard Seiler.

Erstmals publiziert am
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Das Interview führte
Bernhard Seiler
Bernhard Seiler steht im Gang eines SWR-Gebäudes.
Onlinefassung
Julia Salinas
SWR Aktuell-Moderatorin Julia Salinas