Gaza: Waffenstillstand ohne USA undenkbar

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Von Autor/in Salinas, Julia

Ein friedliches Zusammenleben von Israel mit seinen arabischen Nachbarn. Das war das Ziel des Osloer Friedensprozesses, der in den 1990er Jahren begann. Alle Initiativen scheiterten jedoch immer wieder - auch die Zwei-Staaten-Lösung. Diese sieht vor, dass Israel und Palästina nebeneinander existieren.
In New York beginnt heute eine Konferenz der Vereinten Nationen, um erneut über die Zukunft der Palästinenser und einer Zwei-Staaten-Lösung zu beraten. 40 Außenminister haben sich angekündigt. Vergangene Woche hat Frankreichs Präsident Emmanuel Macron angekündigt, dass sein Land Palästina als Staat anerkennen wolle. Viele europäische Länder und die USA stehen zur Zweistaatenlösung - "allerdings als Perspektive", sagt Kerstin Müller, ehemalige Grünen-Politikerin und heutige Nahost-Expertin bei der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik. "Am Ende wird es nur durch Dialog gehen und Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten", so Müller.
Aktuell müsse es darum gehen, zu einem Ende des Krieges zu kommen und die humanitäre Lage in Gaza in den Blick zu nehmen, sagt Müller.

Es gibt eine Hungerkrise in Gaza.

Um zu einem Kriegsende zu kommen, hält die Nahost-Expertin es für sinnvoll, dass die arabische Welt Druck auf die Hamas und die westliche Welt Druck auf Israel ausübe. Allerdings sei kein Waffenstillstand zu erreichen, wenn die USA sich vom Verhandlungstisch zurückziehen, sagt Kerstin Müller im Gespräch mit SWR Aktuell-Moderator Andreas Böhnisch.

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Salinas, Julia